Risikofaktor Krebs

Krebserkrankungen steigen mit zunehmendem Alter

In den Industrieländern steht Krebs als Todesursache an zweiter Stelle. Eine der häufigsten Krebsarten ist Prostatakrebs, der zwar relativ leicht zu behandeln ist, aber oft zu spät erkannt wird. Noch immer sterben jährlich 40.000 Männer an Prostatakrebs.

Obwohl sich jeder Patient ab dem 35. Lebensjahr gesundheitlich ­durchche­cken und ab dem 45. Lebensjahr jährlich eine kostenlose Krebsvorsorge durchführen lassen kann, wird diese bei Männern nur von jedem fünften genutzt. Wer in der Familie schon mit Krebserkrankungen vorbelastet ist, sollte schon vor dem 35. Lebensjahr zur Vorsorgeuntersuchung gehen.

Bei Frauen ist Brustkrebs der große Risikofaktor. Tatsächlich erkrankt in Deutschland nahezu jede zehnte Frau im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Nach wie vor sind die Ursachen unklar, doch beispielsweise Alkohol, Übergewicht, Rauchen, eine frühe Regelblutung und spät einsetzende Wechseljahre gelten als Risikofaktoren. In den meisten Fällen erkranken Frauen nach dem 50. Lebensjahr an dieser Krebsform. Zurzeit besteht keine einheitliche Empfehlung für ein Mammographie-Screening für Frauen unter 50 Jahren. Außerdem wurde deutlich, dass aufgrund des dichteren Brustgewebes jüngerer Frauen ein Screening der über fünfzigjährigen aussagekräftiger ist. Mittlerweile sind die Früherkennungs- und Heilungs­chancen sehr gut. Vor allem das Screening ist ein wirksames Mittel im Kampf gegen Brustkrebs, wobei gerade bei der Früherkennung sehr kleine Tumore entdeckt werden, die noch nicht tastbar sind. Mit Screening wird bei sieben bis acht Frauen von tausend zwischen 50 und 69 Jahren ein Tumor entdeckt, ohne Screening sind es nur zwei bis drei.

Durch Früherkennung mittels einer Mammographie können wesentlich mehr Frauen früher und schonender behandelt werden und die Heilungschancen steigen immens.

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