Mit dem Internet global vernetzt

Neue Mobiltelefone, 3D-Fernsehen, Notebooks, Computer und mobile Navigation – auch in diesem Jahr zeigten die Anbieter auf der CeBIT in Hannover wieder ihre aktuellen Neuentwicklungen: Geräte in den unterschiedlichen Preissegmenten, neue Services und Funktionen sowie Dienstleistungen, die bestehende Geräte-Eigenschaften verfeinern und verbessern.

Push your Business – Geschäftsanbahnungen, Internationales Networking, Wissensvermittlung und Trendsetting standen auf der CeBIT 2010 im Mittelpunkt.

Grenzen überwinden

Das neue Schwerpunktthema „Connected Worlds“ zog sich wie ein roter Faden durch die Computer-Ausstellung. Heutzutage ist die gesamte Welt mit Hilfe des Internets global vernetzt – Connected Worlds. Auch in Unternehmen wächst die Bedeutung von Web 2.0-Technologien: Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter kommunizieren längst in Communities. Für diese Vernetzung müssen technische und organisatorische Grenzen überwunden werden. Dafür entwickeln Unternehmen neue Hardwaretechnologien und Netzwerkinfrastrukturen. Mit individualisierten, mobilen Endgeräten, vom internetfähigen Mobiltelefon bis zum elektronischen Buch, können Menschen in Connected Worlds ihre Geschäftsprozesse optimieren und das Zusammenleben in einer vernetzten Gesellschaft gestalten. Dieses Jahr wurden Technik-Freaks auf der CeBIT zu Brillenträgern: ein großer Trend war die dritte TV-Dimension, das 3D-Fernsehen fürs Wohnzimmer. Zwar wird es noch einige Zeit dauern, bis der räumliche Effekt vor dem Bildschirm mit Hilfe von Spezialbrillen erzielt wird, aber die Anbieter von 3D-Anwendungen demonstrierten auf der Messe, dass in der TV- wie Computerbranche das Versuchsstadium überwunden ist.

Die 3D-Technik beschränkt sich nicht nur auf Filme – gerade bei Spielen stellt sich ein neues Erlebnis ein. Längst haben Hersteller 3D-fähige Bildschirme und die dazugehörigen Brillen vorgestellt. Wann sich die Technik komplett durchsetzt, ist ungewiss. Sicher scheint nur, dass bei 3D kein Weg an einer Brille vorbeiführt.

Netbooks voll im Trend

Die neuen Netbooks sind kompakt, leicht, ausdauernd und billig. Die Kleinen liegen weiterhin voll im Trend: Immer mehr Leute greifen zu Mini-Notebooks, um unterwegs oder auf dem Sofa private und geschäftliche Texte zu tippen oder im Internet zu surfen. Das klappt mit Netbooks fast so gut wie mit größeren, schwereren und in der Regel teureren Notebooks. Die CeBIT-Neuheit: In den Mini-Rechnern verrichten jetzt Atom-Prozessoren der zweiten Generation mit der Modellbezeichnung N450 (Codename „Pine Trail “, Taktfrequenz: 1,66 Gigahertz) ihren Dienst. Besonderheit: Grafik- und Hauptprozessor sitzen auf nur einem Chip. Das spart nicht nur Platz auf der Hauptplatine (Mainboard), sondern auch Strom. Weitere Neuerung: Der Datenfluss zwischen Prozessor und Arbeitsspeicher erfolgt nicht mehr über den sogenannten Memory-Controller auf dem Mainboard, sondern über den Prozessor – da dieser nun im Chip integriert ist. Bei Berechnungen sorgt das für mehr Datendurchsatz. Im Alltagsbetrieb ist der Geschwindigkeitszuwachs aber kaum spürbar.

Schneller und sicherer ans Ziel: die mobile Navigation war ein weiterer Schwerpunkt auf der CeBIT.

Der Funktionsumfang von Navigationsgeräten wächst unaufhörlich, schließlich muss man sich auch gegen die Konkurrenz aus dem Handy-Lager wehren. Die Hersteller punkten mit Multimedia-Funktionen – und mit besserer Navigationsleistung. Der moderne Verkehrsteilnehmer zieht zur Orientierung nicht mehr umständlich zu bedienendes Kartenmaterial zurate, sondern verlässt sich auf elektronische Navigationshelfer. Deren Genauigkeit und Geschwindigkeit bei der Zielführung ist schwerlich zu übertreffen. Immer mehr Funktionen der Geräte sorgen dafür, dass Staus, blockierte Straßen, Baustellen und Radarkontrollen seltener zu Hemmnissen im Verkehrsfluss mutieren. (ley)

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