Den Wänden richtig einheizen

Heizungen und Leitungsnetz jetzt winterfit machen

Funktioniert im Winter die Heizung nicht, sind Zähneklappern und Gänsehaut angesagt. Deshalb sollten Hausbesitzer den Herbst nutzen, ihre Heizungsanlage und Rohrsysteme auf mögliche Fehler zu untersuchen.

In einer vierteiligen Serie gibt „Haus sanieren – profitieren“ Tipps, das Eigenheim für die kommenden Monate und auf den Winter rundherum vorzubereiten. Das Beratungs- und Klimaschutzprogramm der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) zeigt mit einem kostenfreien Energie-Check, den extra geschulte Handwerker in ganz Deutschland durchführen, dem Eigner den energetischen Ist-Zustand seines Hauses. Viele Heizkosten ließen sich durch das Erneuern der Heizanlage einsparen.

„Wurde der Heizkessel vor 1978 eingebaut, schreibt die neueste Energieeinsparverordnung die Erneuerung vor Silvester vor. Es gibt aber auch eine Reihe von Ausnahmen, die im Detail in der neuesten Energieeinsparverordnung zu finden sind“, weiß Frank Moser, Energieberater der DBU-Initiative. Auch die Rohrleitungen sollten genau unter die Lupe genommen werden: Roststellen weisen auf Lecks hin. Zudem sollten die Leitungen gedämmt sein, oder ihre Dämmung sollte erneuert werden, um nicht unnötig Wärme „unterwegs“ zu verlieren. Das Gluckern im Heizkörper zeige eine weitere Schwachstelle: Luft im Heizungsnetz vergeude unnötig Energie und Geld. „Mit einem einfachen Vierkantschlüssel kann aus jedem Heizkörper die Luft abgelassen werden“, sagt der DBU-Experte. Möbel oder schwere Vorhänge sollten nicht vor den Heizkörpern hängen, da sie die Wärme „schluckten“ und die Luftzirkulation im Raum verhinderten. Auch dicke Rußschichten im Heizkessel erhöhten den Heizverbrauch. Hier gelte: großes Reinemachen oder den Fachmann zu Rate ziehen.

„Wo im Haus Wasser fließt, besteht auch Frostgefahr“, weiß Moser. Deshalb sollten nicht nur außen liegende Leitungen entleert werden. „Auch in unbeheizten Räumen oder in Feriendomizilen können Rohre platzen.“ Um das zu vermeiden, sollte in ungeheizten Räumen die Heizung nicht ganz abgeschaltet oder in leer stehenden Häusern das Wasser aus dem Heizungssystem abgelassen werden. Die Einstellung des Heizreglers auf das Frostsymbol gewährleiste, dass das Wasser in den Leitungen nicht gefriere. „Wer Geld sparen und sich gleichzeitig für mehr Klimaschutz einsetzen möchte, sollte regelmäßig, am besten jedes Jahr vor der Heizperiode, seine Anlage kontrollieren lassen“, weiß Moser. Unter www.sanierenprofitieren.de können sich Interessierte über die Initiative informieren und einen Handwerker in ihrer Nähe finden, um den kostenlosen Service zu nutzen.

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