Heartbleed, Phishing und Co.

Aktuelle Gefahren in und aus dem Netz

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Computerviren, Trojaner, Hackerangriffe und das Ausspionieren von Bankdaten - es vergeht eigentlich kaum ein Tag, an dem nicht irgendetwas zum Thema Sicherheit und Computer durch die Medien geht.

Der Hackerangriff auf Sony in den USA vor einigen Wochen ist noch nicht geklärt, und schon sind wieder neue Phishing-Mails im Umlauf. Richtig schwer war der Programmfehler Heartbleed, der seit 2011 Nutzerdaten ausspionierte und erst im April 2014 behoben werden konnte.

Apple und Android sind gleichermaßen gefährdet

Bislang fühlten sich die Nutzer von Geräten mit dem Betriebssystem iOs recht sicher: Die Technik war nicht weit genug verbreitet, um für Hacker wirklich interessant zu sein. Viren waren selten, und sie konnten recht einfach entfernt werden. Da die Geräte mit dem Apfel im Logo aber immer beliebter werden und entsprechend weit verbreitet sind, bieten zumindest die mobilen Endgeräte inzwischen durchaus attraktive Ziele. In China war im November 2014 ein Virus namens Wirelurker aufgetaucht, der über die USB-Verbindung zwischen Mac-Computern und mobilem Gerät übertragen wurde und sich nicht mehr entfernen ließ. Mac-User werden also 2015 doch etwas mehr in Sachen Sicherheit tun müssen. Manche Android-Smartphones kommen zum Teil schon mit vorinstallierter Malware, auf den Markt, die irgendwo in der langen Kette von Herstellern, Zulieferern, Dienstleistern und Vertrieb aufgespielt wurde. Da die Handelswege nicht immer ganz transparent sind, ist sehr fast unmöglich, die Quellen dieser Malware zu finden.

Öffentliche und private Computer optimal gegen Gefahren absichern

In einem ersten Schritt will die Bundesregierung mit dem Inkrafttreten des IT-Gesetzes die Sicherheit von Daten verbessern. Das IT-Gesetz wurde bereits 2014 auf den Weg gebracht und betrifft neben Krankenhäusern, Energielieferanten, Schulen, Ministerien und anderen öffentlichen Einrichtungen auch die Betreiber von Webshops. Das Gesetz sieht vor, dass jeder Betreiber eigene Sicherheitsstandards festlegt, die die Angreifbarkeit minimieren. Das allein ist aber nicht genug: Jeder Computernutzer muss sich und seine eigenen Geräte gegen Angriffe aus dem Netz schützen. Passende Antiviren-Software und Virenscanner sind dabei bereits als Freeware erhältlich, professionellen Schutz garantieren kommerzielle Anbieter. Verbraucherportale befassen sich dabei mit den besten Antivirus-Lösungen für Windows und Virenscannern für Mac. Um zuverlässig Malware, Spyware, Würmer und Trojaner vom eigenen PC fernzuhalten, kann man natürlich auch auf den gemeinsamen Einsatz von Freeware und kostenpflichtiger Software setzen.

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