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Betriebspraktikum in der Kfz-Werkstatt machen

Beim Praktikum den Werkstattalltag kennenlernen

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Kfz-Mechatroniker oder doch lieber Mediengestalter? Bei vielen Schülern steht im Frühjahr ein Betriebspraktikum im Stundenplan. Eine Chance, erste Erfahrungen im Berufsalltag zu sammeln. Bereits jetzt sollten sich angehende Praktikanten über Stellenangebote informieren.

Praktikum

© AutoBerufe/nh

Die Arbeitswelt kennenlernen: Ein Pate steht dem Praktikanten in der Werkstatt zur Seite.

Für Jugendliche, die sich für automobile Technik oder die kaufmännische Seite des Autohauses interessieren, bietet das Kfz-Gewerbe bundesweit Praktikumsplätze an. So wie René Gravendyk, Geschäftsführer von Auto van Aal in Goch. Für den 44-Jährigen gehört Nachwuchsförderung zum guten Ton. Seit vielen Jahren gehen Praktikanten in seinem Betrieb die ersten beruflichen Schritte, und so mancher schloss eine Ausbildung im kfz-technischen Bereich bei ihm an. „Für mich ist es der schönste Beruf der Erde. Da möchte ich schon die Möglichkeit zum Schnuppern geben“, meint Gravendyk. Es ist selbstverständlich, dass seine Praktikanten einen festen Platz im Team haben. Ein Geselle übernimmt die Patenschaft und steht dem Jugendlichen in der Werkstatt zur Seite. Hier lernt er verschiedene Tätigkeiten kennen, ist bei Wartungsarbeiten aktiv dabei oder hilft beim Wechseln von Stoßdämpfern oder Kupplungen. „Er soll schmutzige Hände bekommen und am Abend mit dem Gefühl nach Hause gehen: Ich habe etwas geschafft“, so Gravendyk.

Entscheidend für seine Wahl: Die Praktikanten interessieren sich für die automobile Welt und sind motiviert. Und wer während der Praktikumszeit und in den Gesprächen einen guten Eindruck mache, hätte die Chance auf einen Ausbildungsplatz. Wert legt er auch auf das persönliche Umfeld: „Die Familie muss hinter der Ausbildung stehen.“

„Ein Praktikum ist eine gute Gelegenheit, die Arbeitswelt kennenzulernen, den Wunschberuf zu testen und Erfahrungen zu sammeln“, sagt Birgit Behrens, Geschäftsführerin Berufsbildung des Zentralverbands Deutsches Kfz-Gewerbe. Die Jugendlichen erkennen bei einem Praktikum, ob sie für den Beruf geeignet sind, er ihren Vorstellungen entspricht und ob eine Ausbildung Spaß macht. 80 Prozent der Azubis in kfz-technischen Ausbildungsberufen absolvieren vorher ein Praktikum. Das Plus: Wer im Vorfeld den Beruf probiert, bleibt öfter bei seiner Wahl.

Eine Erfahrung, die auch Kfz-Meister Gravendyk teilt: „Bisher hatte ich noch niemanden, der seine Ausbildung abgebrochen hat. Auch wenn ich einige nicht übernehmen konnte, haben sich alle im Job etabliert.“

Wer sich entschieden hat, ein Praktikum im Kfz-Gewerbe zu absolvieren, der steht vor der Frage „Wie finde ich den passenden Betrieb?“. Oft laden Betriebe zu einem Tag der offenen Tür oder zum Girls Day im April ein. Die örtlichen Kfz-Innungen oder Arbeitsagenturen können aber auch bei der Suche helfen; denn dort werden oft freie Ausbildungs- oder Praktikumsstellen gemeldet.

Viele Betriebe, die qualifizierten Nachwuchs suchen, gehen wie René Gravendyk in Schulen oder zu Berufsbildungsmessen, um den Beruf vorzustellen. Kürzlich war der Kfz-Meister beim Berufsforum Goch dabei und führte interessante Gespräche mit Schülern. „Jetzt bin ich gespannt auf die eingehenden Bewerbungen“, sagt er. (nh)

Weitere Infos unter www.autoberufe.de

Quelle: HNA Online

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