Der Zigarettenkonsum der Deutschen geht weiter zurück

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Der Zigarettenkonsum der Deutschen geht weiter zurück. Der Rückgang fiel aber mit 1,6 Prozent im Jahr 2009 deutlich geringer aus als im Vorjahr mit 3,8 Prozent. Damit rauchte jeder Einwohner statistisch gesehen 1.055 Zigaretten (2008: 1071).

Das geht aus dem Jahrbuch Sucht der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) hervor. Die Zahl der konsumierten Zigarren und Zigarillos sank im selben Zeitraum um fast ein Viertel auf 3.763 Stück, und der Pfeifentabakverbrauch ging gar um 57 Prozent auf 806 Tonnen zurück, während der von Feinschnitt um fast zwölf Prozent auf rund 24.400 Tonnen anstieg.

DHS-Geschäftsführer Raphael Gaßmann sprach insgesamt von einem Imagewandel. "Rauchen gilt vielfach nicht mehr als cool, eher als blöd", schätzte er ein. Als weitere Gründe nannte Gaßmann drei Zigarettensteuerhöhungen innerhalb kurzer Zeit, Rauchverbote in Gaststätten, Warnhinweise auf den Schachteln und weniger Werbung in Medien und Öffentlichkeit.

In Deutschland rauchen einer epidemiologischen Studie von 2009 zufolge 29 Prozent der 18- bis 64-Jährigen (32,8 Prozent der Männer und 25,5 Prozent der Frauen). Laut DHS geben zugleich immer mehr Menschen in Deutschland das Rauchen auf oder fangen gar nicht erst an. Demgegenüber greife bereits im Alter von 12 bis 15 Jahren jeder Fünfzehnte (6,7 Prozent) zur Zigarette.

Die Folge ist, dass die Raucherquote bei den 22- bis 25-Jährigen mit 42 Prozent bei den Männern und über 40 Prozent bei den Frauen am höchsten ist. Als erfreulich bezeichnete der DHS-Geschäftsführer auch den leichten Rückgang beim Alkoholkonsum der Bundesbürger. Im Jahr 2009 sei mit 9,7 Liter reinen Alkohols 2,0 Prozent weniger getrunken worden als im Jahr zuvor (2008: 9,9 Liter reiner Alkohol). Für viele vermeidbare Gesundheitsschäden und soziale Folgen infolge des Trinkens sei die Abnahme seit 2005 um nur 0,3 Liter "entschieden zu gering".  (dapd)

Quelle: HNA

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