Zahn-OP durchs Schlüsselloch

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Kopflupe: Moderne Technik, hier eine Kopflupe von Carl Zeiss, ist für die Zahn-OP durchs Schlüsselloch unerlässlich.

Minimalinvasive Operationstechniken sind in der Chirurgie ein Begriff. Auch in der Zahnmedizin gewinnt die so genannte „OP durchs Schlüsselloch“ an Bedeutung.

Dr. Kurt Strauß wendet dieses Verfahren in seiner Praxis in Borken regelmäßig an. Die Vorteile für den Patienten liegen auf der Hand: „Die Wunde ist kleiner und damit die Heilung deutlich schneller“, fasst der Präsident des Deutschen Zentrums für orale Implantologie e. V. (DZOI) zusammen, der seit 25 Jahren als Zahnimplantologe tätig ist.

Eine moderne Lupenbrille, Erfahrung und viel Feingefühl sind laut Dr. Kurt Strauß die wichtigsten Voraussetzungen, um erfolgreich „durch das Schlüsselloch“ zu operieren.

Für einen zahnmedizinischen Eingriff – zum Beispiel den Knochenaufbau im Backenzahnbereich als Vorbereitung auf eine Implantation – ist bei der minimalinvasiven Methode ein Schnitt von nur 0,5 anstatt 1,5 bis zwei Zentimetern notwendig. Die kleinere Wunde heilt natürlich deutlich schneller.

Positives Patientenecho

Ein weiterer Vorteil der minimalinvasiven Methode ist, dass das Operationsfeld durch einen Tunnel erreicht wird. Die betroffene Region hat deshalb kaum Kontakt zur Außenwelt und ist weniger infektionsgefährdet. Der Heilungsprozess verläuft zumeist ohne Komplikationen. „Die minimalinvasive Operationstechnik ist eine revolutionäre Entwicklung auch für die Zahnmedizin“, betont Dr. Strauß. „Das Patientenecho ist durchweg positiv.“ Über die minimalinvasive Zahnmedizin tauscht Dr. Kurt Strauß sich regelmäßig mit anerkannten Experten aus. Zu ihnen gehören der international bekannte Spezialist für diese Operationsmethode, Prof. Dr. Byung-Ho Choi aus Korea sowie Prof. Dr. Dr. Wilfried Engelke, Professor und Oberarzt am Zentrum ZMK der Universitätsmedizin Göttingen.

Im Rahmen eines Wochenend-Workshops vom 18. bis 20. Juni an der Universität Göttingen zum Thema „Flapless Surgery“, so der Fachausdruck, können Zahnärzte sich über die geschlossene minimalinvasive Operationstechnik informieren. (nh)

Quelle: HNA

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