Wissen über Krankheiten

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Prof. Dr. Ernst Magnus Noah

„Gut informierte Patienten können für uns Ärzte eine Herausforderung sein“, brachte es Prof. Dr. Ernst Magnus Noah, Ärztlicher Direktor des Rot-Kreuz-Krankenhauses (RKH), auf den Punkt. Anlass war die Eröffnungsveranstaltung zur Patienten-Akademie, die das RKH zusammen mit der KISS (Kontakt- und Informationsstelle der Kasseler Selbsthilfegruppen) beginnen will.

Wie können Patienten richtig über ihre Krankheiten und Therapiemöglichkeiten informiert werden? Wie lassen sie sich motivieren, am Heilungsprozess mitzuwirken und Krankheiten auch vorzubeugen? Wie finden Kranke die richtige Behandlung? Wie beurteilen sie ärztliches Handeln, Therapie und Krankenhausaufenthalt? Wie offen zeigen sich Ärzte gegenüber Patienten-Kritik?

Prof. Dr. Ernst Magnus Noah

Dies sind Fragen, die nun auch das RKH in seiner Patienten-Akademie zur Sprache bringen will. Auch das Klinikum, das Elisabeth- und das Marienkrankenhaus sowie die Orthopädische Klinik bieten solche Veranstaltungen zur Information von Patienten an.Die Ärzte des RKH werden in den kommenden zwölf Monaten Vorträge zu Krankheiten und Behandlungsschwerpunkten wie Diabetes, Gallensteine, Arthrose, chronische Schmerzen, Schilddrüsen- und Hüfterkrankungen halten. Patienten und Ärzte sollen darüber miteinander ins Gespräch kommen.

Vor allem aber sollen die Patienten selbst aktiv werden, erklärte Dr. Karin Müller, Leiterin des Gesundheitsamtes Region Kassel bei der Auftaktveranstaltung unter dem Motto „Der kompetente Patient – Nutzen von Aufklärung und Information für Gesundheit und Prävention“. Elisabeth Deterding, Geschäftsführerin des RKH, erklärte, nur der informierte Patient könne für sich die richtige Entscheidung treffen und bei einer Therapie mitwirken. Karin Müller wies auf die Bedeutung der Selbstheilungskräfte hin. Diese müsse der Arzt anregen.

Die nächste Patienten-Akademie findet statt am Dienstag, 24. April, ab 17 Uhr, Rotes Kreuz Krankenhaus, Hansteinstraße 29. Dr. Andreas Böger wird über das Thema Kopfschmerz informieren. Kontakt: Telefon  05 61 / 30 86 21 01.

Quelle: HNA

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