Wie wird der Alltag einfacher?

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Wie kann man den Alltag für alle Familienmitglieder angenehm gestalten? Der neue Ratgeber des ZQP gibt vielfältige Hilfestellungen bei Demenz.

Die Versorgung eines Demenzkranken führt viele pflegende Angehörige an ihre psychischen und körperlichen Grenzen. Dies macht auch eine repräsentative Umfrage des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) in Berlin deutlich.

83 Prozent der Befragten, die Erfahrung in der Pflege eines Menschen mit Demenz haben, empfinden die Pflege als belastend. Emotionale Aspekte spielen hierbei die Hauptrolle. Für die meisten ist der Verlust der Persönlichkeit des vertrauten und geliebten Partners das größte Problem.

Wie pflegende Partner den Alltag so meistern können, dass sowohl die eigenen Bedürfnisse als auch die des demenziell erkrankten Partners berücksichtigt werden, zeigt der Demenzratgeber des ZQP. Anhand von Fallbeispielen und Interviews mit Betroffenen erhalten pflegende Angehörige lebenspraktische Tipps unter anderem zu Kommunikation, Verhalten und Wohnraumanpassung. Zudem liefert er Hinweise, wie der Krankheitsverlauf der Demenz stabilisiert werden kann.

Angstbilder abbauen

„Mit der wachsenden Zahl Hochaltriger wird auch die Zahl der demenziellen Erkrankungen weiter zunehmen. Dadurch wird die gesellschaftliche Rolle von pflegenden Partnern und Angehörigen immer wichtiger. Ziel muss daher sein, diese Menschen zu unterstützen und ihnen umfangreiche Hilfe zukommen zu lassen“, erklärt Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des ZQP. Zudem gelte es, Aufklärungsarbeit in der Gesellschaft zu leisten und die Angstbilder von Demenz abzubauen. Damit ließen sich Berührungsängste gegenüber demenzkranken Menschen mindern und ihre Inklusion in soziale Strukturen fördern.

Kostenloser Ratgeber

Der ZQP-Ratgeber bietet leicht verständliches Hintergrundwissen zum Thema Demenz. Dazu geben Angehörige demenzkranker Menschen dem Leser aus eigener Erfahrung Alltagstipps zum Umgang mit kleinen und größeren Schwierigkeiten, beispielsweise: Wie gehe ich mit neuen Rollen in unserer Partnerschaft um? Wie können wir uns verständlich machen? Was kann meinem Partner helfen, sich in unserer Wohnung besser zurechtzufinden? Was kann ich tun, wenn mein Partner nicht genug isst oder trinkt? Wie schaffe ich mir meine Freiräume? Und was, wenn ich die Geduld verliere? Darüber hinaus hält die Publikation Informationen zu Leistungen der Pflegeversicherung sowie weitere Unterstützungsangebote und Serviceadressen bereit.

Mehr zum neuen ZQP-Themenratgeber gibt es auf www.zqp.de. Kostenlose Bestellungen der Printausgabe sind unter info@zqp.de möglich. (nh)

Quelle: HNA

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