Allergiker sollten immer Medikamente bei sich haben

Wespen und Bienen stechen derzeit häufig zu

Kassel. In Kassel klagen derzeit viele Menschen über Bienen- und Wespenstiche. Sei es bei der Gartenarbeit oder bei einer der zahlreichen Freiluftveranstaltungen, sie stechen häufig zu.

Der Kasseler Arzt Dr. Uwe Popert sagt, vermehrte Bienen- und Wespenstiche seien für diese Jahreszeit nicht ungewöhnlich. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren hat er auch keine Zunahme der Fälle beobachtet. „Was zugenommen hat, ist die Panik der Menschen.“

Wer nicht allergisch gegen Bienen- und Wespenstiche sei, müsse vor vereinzelten Stichen auch keine Angst haben. Sie seien zwar schmerzhaft, aber nicht gefährlich. Das Tückische an Wespenstichen ist, dass die Stiche erst nach zwei bis drei Tagen richtig schmerzen. Das verunsichere viele Menschen, weil sie nicht damit rechneten, sagt Popert.

Bei Bienen- wie auch bei Wespenstichen rät Popert, die Einstichstelle zu kühlen. Das hilft gegen die Schmerzen und vermindert die Schwellung. „Kühlen ist das Wichtigste“, sagt er. Eine Wirkung der meisten erhältlichen Salben sei dagegen wissenschaftlich nicht belegt.

Wer allergisch gegen Bienen- und Wespenstiche ist, sollte laut Popert immer entsprechende Medikamente wie Antiallergika dabeihaben. Bei diesen Menschen können die Stiche zu schweren Schwellungen und Luftnot führen. Bei einem allergischen Schock müsse sofort der Notarzt verständigt werden. Ein solcher Schock ist laut Popert aber äußerst selten und treffe höchstens zwei von tausend Menschen.

Gefährlich wird‘s auch bei Stichen im Mundraum: Dann helfen sofortiges Kühlen mit kalten Getränken, das Lutschen von Eiswürfeln und kalte Umschläge (von außen). Tritt keine rasche Besserung ein, auf jeden Fall den Notarzt verständigen. (mkx)

Quelle: HNA

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