Wenn die Rötung bestehen bleibt – die Pflegeberatung der Awo gibt Tipps

Dann ist professioneller Rat vonnöten, um ein Wundliegen, wie es im Volksmund heißt, zu verhindern.

Den können sich Angehörige bei der Awo-Pflegeberaung holen. „Wir ermitteln gemeinsam mit den Ratsuchenden, wie sie am besten weiter vorgehen“, sagt Sindy Ritter-Birnbach, Pflegeberaterin und Leiterin des mobilen Pflegeteams der Awo in Kassel. Ist ein Druckgeschwür entstanden, dann muss die betreffende Stelle konsequent druckentlastet werden. „Wir fragen, ob ein Pflegedienst an der Versorgung beteiligt ist. Der kann entsprechende Maßnahmen einleiten“, sagt die Pflegeexpertin.

Awo-Pflegeberatung ist kostenlos

Was viele pflegende Angehörige nicht wissen: Sie haben einen gesetzlichen Anspruch auf eine Pflegeberatung, auch wenn noch keine Pflegestufe eingerichtet ist. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse. Auch die persönliche Pflegeberatung zuhause ist kostenlos.

Wenn kein Pflegedienst in die Pflege zuhause involviert ist, besprechen die Pflegeberater, inwieweit das sinnvoll und möglich wäre. Wichtig ist auch die Information und Zusammenarbeit mit dem Hausarzt.

Ursache hinterfragen

Auch wenn die Gefahr eines Druckgeschwürs bei immobilen Patienten ohnehin erhöht ist, geht die Entstehung oft einher mit Veränderungen der Pflegesituation. „Wir fragen uns, warum ein Druckgeschwür entstanden ist“, sagt Sindy Ritter-Birnbach. Ursachen können beispielsweise ein schlechter Ernährungszustand, beginnende Inkontinenz oder eine akute Veränderung des Allgemeinzustands sein.

Von Ilona Polk

Quelle: HNA

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