Wenn die Haut nicht mehr zum Körper passt

Die Haut des Menschen ist nur bis zu einem bestimmten Maß flexibel. Dies ist individuell, je nach Bindegewebe, sehr unterschiedlich. Kleinere Gewichtsschwankungen werden in der Regel gut vom Körper toleriert. Nimmt man jedoch nach starkem Übergewicht, sei es durch eine Diät oder Ernährungsumstellung in Kombination mit Sport oder durch chirurgische Eingriffe des Magens (etwa Magenband, -ballon, -bypass) deutlich ab, kann der Hautmantel der schwindenden Masse nicht mehr folgen, weiß Dr. Constanze Götz von der Praxisklinik für Plastische Chirurgie in Kassel.

Die Haut kommt praktisch nicht hinterher – sie hängt schlaff am Körper herab. Da können weitere diätetische Maßnahmen und Sport das Erscheinungsbild der Haut selbst nicht weiter beeinflussen. In diesem Fall hilft allein ein chirurgischer Eingriff. Mithilfe einer Operation kann die Haut wieder gestrafft werden und überschüssige Partien entfernt werden.

Operationen sind überall am Körper möglich

Prinzipiell können Haut-Straffungsoperationen am gesamten Körper gemacht werden, sagt Götz. Je nach Schwerpunkt und Körperregion werden Body Lifts in verschiedene Bereiche aufgeteilt: Arme und Brust, Bauch, Gesäß und Oberschenkel können behandelt werden. Je nach individueller Indikation können bestimmte Operationsschritte kombiniert werden.

Seit 1996 wird auch hierzulande die Technik des Bodylifts intensiv vorangetrieben und weiterentwickelt. In einer Operation können nun Bauch, Oberschenkel, Hüften, Rücken und Po behandelt werden, was früher nur in mehreren Einzelschritten möglich war. Hierbei entsteht eine um den gesamten Körper führende, zusammenhängende Narbe. Ein Vorteil: Die Narbe verläuft im Slipbereich und kann so optimal von Unterwäsche oder Bademode bedeckt werden. Unter Umständen kann die Narbe bis zu anderthalb Metern lang werden. Ein persönliches Behandlungskonzept wird im Patientengespräch erstellt. (nh)

Quelle: HNA

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