Wenn die Beine ruhelos sind

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Bewegungsdrang: Menschen mit ruhelosen Beinen haben besonders nachts das Bedürfnis, sich zu bewegen.

An Durchschlafen ist bei Peter B. aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg nicht zu denken, seine Beine sind „ruhelos“ und zwingen ihn, sich zu bewegen. Restless-Legs (RLS - Syndrom der ruhelosen Beine) wurde nach einer langen Odyssee letztendlich diagnostiziert.

Bewegungsdrang

Das RLS verursacht in Zuständen der Ruhe beziehungsweise Entspannung in den Beinen und/oder Füßen (seltener auch in den Armen und/oder Händen) ein Ziehen, Spannen, Kribbeln, Schmerzen oder andere als unangenehm empfundene Gefühle. Diese Missempfindungen führen bei den Betroffenen zu dem unwiderstehlichen Drang, sich zu bewegen, die Muskeln anzuspannen oder zu dehnen.

Die Beschwerden treten meistens – aber keineswegs ausschließlich – am Abend oder in der Nacht bei ruhigem Sitzen oder Liegen im Bett auf. Charakteristisch für das RLS ist die sofortige Linderung durch das Bewegen der betroffenen Gliedmaßen durch Umhergehen, Kniebeugen, Radfahren, periodisches Anspannen und so weiter. Die Symptome kehren jedoch nach einer nur kurzfristigen Besserung für gewöhnlich bereits in der nächsten Ruhesituation unmittelbar wieder zurück.

Es wird geschätzt, dass etwa fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung in Deutschland vom RLS betroffen sind. Es ist damit eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen überhaupt. 60 Prozent der Patienten sind Frauen. (Quelle: Wikipedia).

Diagnose beim Neurologen

Viele Ärzte hat Peter B. aufgesucht, um Hilfe zu bekommen. Sein Schlafmangel - bedingt durch die ruhelosen Beine - hatte zur Folge, dass er tagsüber chronisch müde war. Antriebslosigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsstörungen, Unruhe, Vergesslichkeit und eine Verschiebung des Tag-und-Nacht-Rhythmus waren weitere Begleiterscheinungen.

Und die führten zunächst zu einer falschen Diagnose. Erst ein Neurologe erstellte die Diagnose des Restless-Legs-Syndroms.

Die Ursachen des Restless-Legs-Syndroms sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Eine zentrale Rolle spielt der Neurotransmitter Dopamin, die extrapyramidalen Störungen sind sicherlich die Folgen eines veränderten Transmitterstoffwechsels.

Es wird vermutet, dass es sich beim Restless-Legs-Syndrom um eine vererbte Veranlagung handelt. Ein angeborenes Restless-Legs-Syndrom ist nicht heilbar. Ein sekundäres RLS kann verschwinden, wenn die Grundkrankheit erfolgreich behandelt wird.

Service:

Informationen zu RLS gibt es bei der Deutschen Restless-Legs-Vereinigung, Schäufleinstraße 35, 80687 München, Telefon: 089/55028880, www.rls-ev.de

Quelle: HNA

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