Vorbeugen und behandeln

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Individuell und interdisziplinär: Beate Schnell ist zertifizierte Ernährungs- und Diabetes-Beraterin des Kreiskrankenhauses Frankenberg.

Übergewicht, mangelnde Bewegung oder erbliche Veranlagung: Die Gründe für die im Volksmund genannte Zuckerkrankheit sind vielfältig. Deutschland ist eines der Länder mit der höchsten Anzahl an Diabetes-Erkrankten weltweit, Tendenz steigend.

In der Kreisklinik Frankenberg werden Betroffene umfassend beraten und ganzheitlich betreut.

Diabetes lässt sich in unterschiedliche Typen unterscheiden: Über 90 Prozent der Erkrankungen entfallen auf den Diabetes-Typ 2, der früher als Altersdiabetes bezeichnet wurde. Die Patienten werden jedoch immer jünger. Andere Betroffene leiden am Typ 1-Diabetes, bei dem von Beginn an Insulin gespritzt werden muss, da die Bauchspeicheldrüse das Hormon nicht mehr produzieren kann. Wenige weitere Patienten sind vom Schwangerschaftsdiabetes oder noch selteneren Formen betroffen.

„Gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und Reduzierung von Übergewicht spielen daher eine Schlüsselrolle – sowohl in der Prävention als auch in der Behandlung“, erklärt die zertifizierte Ernährungs- und Diabetes-Beraterin des Kreiskrankenhauses Beate Schnell. „Das gilt besonders für Typ 2-Patienten. Aber auch alle anderen Betroffenen profitieren von einem gesunden Lebensstil.“

Bei Patienten mit einer Zuckererkrankung wird Schnell daher mit in die Therapie einbezogen – egal ob Betroffene wegen dieser oder wegen einer anderen Erkrankung in der Kreisklinik behandelt werden. Dabei arbeitet Beate Schnell eng mit den Ärzten und dem Pflegepersonal zusammen, sodass Menschen mit Diabetes nach der Diagnose aber auch bei Problemen mit der bestehenden Therapie bestmöglich beraten werden.

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„Unabhängig vom Diabetes-Typ: Eine individuelle und interdisziplinäre Behandlung ist wichtig, damit Betroffene bestmöglich mit ihrer Erkrankung leben können“, erläutert Schnell. „Wichtiges Ziel der Therapie ist es dabei, ein hohes Maß an Lebensqualität beizubehalten.“

Zusätzlich zu der fachärztlichen Behandlung im Kreiskrankenhaus Frankenberg wird die Therapie bei Bedarf auch durch die Marburger Diabetologin Silvia Hewel-Hildebrandt ergänzt. Ernährung und medikamentöse Versorgung werden so optimal auf das Krankheitsbild des Patienten abgestimmt. Das ist wichtig, um Folgen wie Nervenstörungen und Gefäßerkrankungen zu vermeiden aus denen Herzinfarkte, Schlaganfälle, Nierenschädigungen, Augenerkrankungen oder Gefühlsstörungen in den Füßen entstehen können. „Um seinen Diabetes muss man sich kümmern“, sagt die Beraterin. „Dazu gehört ein gutes Wissen um seine Erkrankung“.

In Seminaren der Kreisklinik lernen Betroffene daher alles über Krankheitsursachen, Blutzuckerkontrolle, Zielwerte, die Insulininjektion, das Verhalten und die Symptome bei Unterzuckerung oder Vorsorgeuntersuchungen. „Wichtig ist auch der Erfahrungsaustausch der Schulungsteilnehmer“, sagt Beate Schnell. (nh)  Weitere Informationen zu den Diabetes-Schulungen gibt es unter Tel. 0 64 51 / 55 490.

Quelle: HNA

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