Vorbereitung bei Zahnrestaurierung ist wichtig – Sorgfältige Vorbehandlung beeinflusst Ergebnis

Gesunde Umgebung: Für ein Implantat müssen alle beteiligten Gewebe zahnärztlich untersucht und eventuell behandelt werden. Foto: Fotolia

Die Sanierung des Gebisses wird häufig aus ästhetischen Gründen gewünscht. Manchmal sind es aber auch funktionelle Gründe, die eine Korrektur erforderlich machen. Das kann nach einem Trauma der Fall sein, wenn beispielsweise nach einem Sturz Haarrisse im Zahn entstanden sind oder der Zahn abgebrochen ist.

Nach dem Verlust eines Zahnes sieht eine Lücke im Gebiss nicht nur unschön aus, auch funktionell ist sie ungünstig. Die Nachbarzähne sind im Gefüge nicht mehr stabil, sie können in die Lücke kippen.

Vorbehandlung für gutes Ergebnis unerlässlich

Bei der Gebisssanierung geht der Trend zu einer metallfreien Restaurierung mittels vollkeramischer Implantataufbauten, Brücken oder Kronen. Für ein dauerhaft gutes Ergebnis ist eine gründliche Vorbehandlung erforderlich. Das betrifft alle beteiligten Gewebe – von den Knochen über die Zahnwurzeln bis hin zum Zahnfleisch.

Für ein Implantat muss beispielsweise ausreichend Knochensubstanz vorhanden sein, um die Implantatschraube verankern zu können. „Muss der Knochen aufgebaut werden, dann geschieht das am besten durch die Transplantation von körpereigenem Material. Das ist sicherer und effektiver als ein Aufbau mit Knochenersatzmaterial“, sagt Dr. Götz-Ruprecht von Schön-Angerer. Schwarz verfärbte Zahnwurzeln können unter bestimmten Bedingungen aufgehellt werden.

Auch das Weichgewebe muss für eine vollkeramische Restaurierung vorbereitet sein. Das Zahnfleisch muss gesund sein. Entzündetes Zahnfleisch muss behandelt werden, sonst ist eine wirkungsvolle und nachhaltige Gebiss-sanierung nicht möglich.

Kein Implantat in entzündetes Gewebe

„Bakterien sitzen in tiefen Taschen im Zahnfleisch rund um den Zahn. Eine ausgeprägte Parodontitis kann letztendlich zu einem Knochenabbau führen“, sagt von Schön-Angerer.

Wenn zu wenig Zahnfleisch vorhanden ist, muss möglicherweise operativ korrigiert werden. „Der schönste Zahnersatz ist sinnlos, wenn die Zahnhälse freiliegen und der Patient dadurch hochsensible Zähne hat“, sagt der Zahnmediziner.

Nach Abschluss der Sanierung ist eine gründliche Pflege des Gebisses erforderlich. Die Putztechnik muss stimmen, zwei Mal jährlich ist ein Zahnarztbesuch angeraten.

Professionelle Reinigung nach Restaurierung

Ebenso häufig wird eine professionelle Zahnreinigung empfohlen. Dabei werden Zahnbeläge und Verfärbungen entfernt und schließlich die Flächen mit einem Fluorid-Lack behandelt. „Ein funktionelles, gesundes und ästhetisches Ergebnis bleibt dadurch länger erhalten“, sagt der Experte. (zip)

Quelle: HNA

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