Umfassende Versorgung von Notfallpatienten

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Schnelle Erstversorgung der Patienten garantiert: Michael Kind ist der ärztliche Leiter der Zentralen Notaufnahme.

Michael Kind spricht über die neue zentrale Notaufnahme des Elisabethkrankenhauses in Kassel.

Seit dem 1. Februar gibt es nun auch im Elisabeth-Krankenhaus eine Zentrale Notaufnahme. Wir sprachen mit Michael Kind über die erfolgreiche Einbindung der ZNA in den Klinikaublauf.

Was genau ist eine Zentrale Notaufnahme?

Kind: Die Zentrale Notaufnahme ist die Anlaufstelle für Rettungsdienste sowie alle Notfallpatienten. Rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche, sichert ein interdisziplinäres Team die umfassende und kompetente Versorgung aller Notfall-Patienten. Behandelt werden dabei alle Patienten mit akuten Störungen ihrer Gesundheit, unabhängig von der Ursache.

Worin besteht der Vorteil für den Patienten?

Kind: Da im Notfall jede Minute zählt, ist unsere Einrichtung ein großer Vorteil für den Erkrankten. Genau wie Rettungs- und Notärzte arbeitet unser Team daran, die Zeiten zwischen dem Eintritt der Verletzung oder Erkrankung und dem Beginn der Behandlung möglichst kurz zu halten. Das Ziel ist, dem Patienten schnellstmöglich eine adäquate Behandlung zukommen zu lassen. Dank des Überwachungsraums mit vier Betten, dem Schockraum, zwei Operationsräumen, drei Beatmungsplätzen, verschiedenen Behandlungsräumen und einem Gipsraum sind wir auf 500 Quadratmetern Behandlungsfläche für fast alle Notfälle gewappnet. Neurologische und gynäkologische Notfälle können bei uns allerdings nicht behandelt werden, da wir keinen gynäkologischen und urologischen Facharzt im Haus haben.

Wie gelangen die Patienten zu Ihnen?

Kind: Entweder per Einweisung durch einen niedergelassenen Arzt , durch den Rettungsdienst im Rettungswagen und Hubschrauber oder per Selbsteinweisung, wenn Sie selbständig in die Klinik kommen.

Wie geht es dann für den Patienten weiter?

Kind: Jeder eintreffende Patient wird im Anmeldebereich unserer Notaufnahme von speziell ausgebildeten Pflegekräften nach der Dringlichkeit seiner Behandlung eingestuft. Unser Personal ist geschult, den Schweregrad einer Erkrankung anhand des sogenannten Manchester-Triage-Systems zu erfragen.

Was genau ist das Manchester-Triage-System?

Kind: Beim Manchester-Triage-System (MTS) handelt es sich um ein standardisiertes Verfahren zur Ersteinschätzung. Darunter wird die erste Eingruppierung der neu eintreffenden Patienten in der Notaufnahme verstanden. Diese nach internationalen Regeln festgelegte Einschätzung dient dazu, aus einer großen Zahl an Patienten möglichst schnell und sicher diejenigen zu finden, die aufgrund der Art und Schwere ihrer Erkrankung zuerst behandelt werden müssen. Bauchschmerzen sind eben nicht gleich Bauchschmerzen.

Was folgt nach der Erstversorgung?

Kind: Falls notwendig, schließen sich weitere diagnostische Maßnahmen wie Röntgen, Laboruntersuchungen, EKG oder CT an. Dafür gibt es bei uns kurze Wege, denn die jeweiligen Abteilungen schließen direkt an die ZNA an. (zms)

Quelle: HNA

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