Moderne Anästhesie kann chronischen Schmerzen vorbeugen

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PD Dr. Ulrich Fauth, Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin des Roten Kreuz Krankenhaus Kassel.

Bei dem Gedanken an einen Krankenhausaufenthalt und einer Operation, steht bei vielen Menschen oft die Angst vor Schmerzen im Vordergrund. PD Dr. Ulrich Fauth, Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin des Roten Kreuz Krankenhaus  (RKH) Kassel über moderne und schonende Anästhesieverfahren.

Ein Großteil der Patienten verspürt nach operativen Eingriffen leichte bis starke Schmerzen, die sich zu chronischen Schmerzen entwickeln können. In Deutschland leiden schätzungsweise fünf bis acht Millionen Menschen unter chronischen Schmerzen. „Durch moderne und schonende Anästhesie-Verfahren während der Operation kann das postoperative Auftreten chronischer Schmerzen deutlich reduziert werden. Ebenso wichtig ist eine individuelle postoperative Schmerztherapie im Anschluss an die Operation“, sagt PD Dr. Ulrich Fauth, Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin des Roten Kreuz Krankenhaus (RKH) Kassel.

Schmerzmanagement im RKH Kassel

Patienten haben nach Operationen einen Anspruch auf Schmerztherapie. Das RKH Kassel bietet für sämtliche Indikationsbereiche eine sehr gute postoperative Schmerztherapie, auch in unmittelbarer Anbindung an die leistungsfähige, moderne Intensivstation. Hohe Sicherheitsstandards sind besonders bei Risiko-Patienten – wie übergewichtigen Patienten, sehr alten Patienten sowie Patienten der Intensivstation, die sich bei schlechter Ausgangssituation einer Operation unterziehen müssen – erforderlich und im RKH selbstverständlich. „Unser Schmerzmanagement nach operativen Eingriffen hat das Ziel, der Entstehung von Schmerz vorzubeugen, bestehende Schmerzen auszuschalten oder zu lindern und dadurch die Entstehung chronischer Schmerzen zu verhindern“, so PD Dr. Fauth.

Postoperative Schmerztherapie und chronische Schmerzen

„Die medizinische Qualität eines Krankenhauses wird maßgeblich durch die Qualität seiner postoperativen Schmerztherapie bestimmt. Wir wissen, dass viele Patienten ihre Krankenhauswahl gemäß der dort etablierten Schmerztherapie treffen, weil ihre Angst vor postoperativen Schmerzen häufig groß ist“, so PD Dr. Fauth. Standardisierte Abläufe und der Einsatz von modernen Anästhesieverfahren garantieren im RKH Kassel hohe Qualität und Sicherheit. Die Kombination von Regionalanästhesieverfahren und verschiedenen Behandlungstechniken gewährleisten hervorragende Ergebnisse und vermeiden Komplikationen. Durch die Gabe eines Lokalanästhetikums in die Nähe der Nerven, die das OP-Gebiet versorgen, können die Schmerzen in den ersten 24 Stunden nach der Operation wirkungsvoll gedämpft werden. Legt man zusätzlich einen sehr feinen Kunststoffkatheter in die Nähe der Nerven, kann das Medikament über mehrere Tage gegeben und eine lang anhaltende Schmerzfreiheit erreicht werden. Dies ist wichtig, denn „Patientensicherheit und postoperative Schmerztherapie sind grundlegend für die Genesung des Patienten nach einem operativen Eingriff“, so PD Dr. Fauth.

Große Eingriffe im Bauchraum

Schmerzen nach Operationen an den inneren Organen (z.B. Darm, Magen, Bauchspeicheldrüse) können den Patienten in den ersten Tagen sehr beeinträchtigen. Hinzu kommt oft eine ausgeprägte Darmträgheit, der Heilungsprozess verlangsamt sich. Aus diesem Grund wird im RKH bei allen größeren Operationen im Bauchraum ein Schmerzkatheter im Bereich der Brustwirbelsäule gelegt und für einige Tage nach der Operation dort belassen. Neben der Schmerzlinderung kann der Patient früher wieder essen, ist schneller mobil und kann häufig früher entlassen werden. Qualität durch Fachweiterbildung Im RKH Kassel sind regelmäßige Schulungen der ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiter der Anästhesie-Abteilung selbstverständlich. So finden jedes Jahr mehr als 20 interne Fortbildungsveranstaltungen und Schulungen statt. Die Teilnahme der ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiter an speziellen Kursen und Fortbildungsveranstaltungen zum Thema „Techniken der Schmerzvermeidung und Behandlung“ ist ebenso selbstverständlich wie der Besuch nationaler und internationaler Kongresse. „Nur so können wir den hohen Standard der Patientensicherheit und der Schmerztherapie gewährleisten“, so PD Dr. Fauth. (nh)

Quelle: HNA

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