Training für das Herz-Kreislauf-System

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Dr. Rainer Brenke ist Chefarzt der Abteilung Naturheilverfahren an der Hufeland-Klinik in Bad Ems: Die heilsame Wirkung regelmäßiger Saunagänge steht für Brenke außer Frage, denn er hat sie über Jahre an der Berliner Charité erforscht. Der Mediziner ist verheiratet und hat keine Kinder.

Körperliche Erholung, psychische Entspannung und Stärkung der Abwehrkräfte – das Heißluftbad Sauna bietet viele gesundheitliche Vorteile. Ob als Maßnahme zur Vorbeugung oder zur Linderung bestimmter Krankheiten: Saunabaden wirkt.

Dr. med. Rainer Brenke erklärt im Gespräch mit dem Deutschen Sauna-Bund die Vorteile regelmäßigen Saunabadens:

Medizinwissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass regelmäßige Saunagänger selten eine Erkältung bekommen. Wie erklärt sich das?

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Dr. Brenke: Wichtigster Mechanismus dafür ist das Wechselspiel von Wärme und Kälte beim Saunabaden. Neben der Haut gilt das vor allem für die Schleimhäute im Nasen-Rachen- Raum, die auf plötzliche Temperaturveränderungen im Alltag besser vorbereitet sind.

An zweiter Stelle stehen die Wirkungen auf das Immunsystem: Die Zahl der weißen Blutkörperchen im Blut steigt an. Außerdem wird im Mund vermehrt Immunglobulin A freigesetzt, das eine erste Barriere gegen eingedrungene Krankheitserreger darstellt und ein „Anheften“ von Viren an der Schleimhaut verhindert. Bei Saunagängern ist zudem das Interferon im Blut erhöht. Interferon ist eine von den Körperzellen produzierte Substanz, die unter anderem vor viralen Infekten schützt. Den verbesserten Schutz vor Erkältungskrankheiten bestätigen die regelmäßigen Saunabesucher. In einer Befragung des Deutschen Sauna-Bundes unter 23 300 Saunagängern gaben 79 Prozent an, frei oder fast frei von Erkältungen zu sein.

Wie wirkt die Sauna auf das Herz-Kreislauf-System?

Dr. Brenke: In der trockenen Wärme des Saunaraums erweitern sich die Blutgefäße. Dadurch sinkt der Blutdruck. Untersuchungen des bekannten Klinikums Charité in Berlin haben gezeigt, dass durch regelmäßiges Saunabaden die Blutgefäße an der Wade nach drei Monaten einen um 22 Prozent größeren Querschnitt hatten. Nach drei Jahren erhöhte sich der durchschnittliche Gefäßquerschnitt um weitere zehn Prozent und nach fünf Jahren um insgesamt 40 Prozent gegenüber der „Zeit vor der Sauna“. Diese Veränderungen sind positiv für das Herz-Kreislauf-System. (nh)

Quelle: HNA

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