Tipps für die Suche nach dem passenden Fitness-Studio

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So wird’s gemacht: Eine Anfängerin versucht sich an den Kurzhanteln. Ein Trainer achtet auf die korrekte Bewegungsausführung.

Am Anfang steht die Überwindung. Hat sich der Hobbysportler dann entschieden, seinen Körper im Fitnessstudio in Form zu bringen, kommt schon die nächste Hürde: Wie finde ich die passende Muckibude?

Bei der Antwort auf diese Frage hilft Heike Schönegge, Redakteurin des Magazins „Fit for Fun“ und Expertin für das Thema Fitness und Workout.

Frau Schönegge, gibt es gute beziehungsweise schlechte Fitness-Studios?

Heike Schönegge: Natürlich. Allerdings ist es schwierig, ein Pauschalurteil zu fällen. Das hängt davon ab, was der Einzelne von seinem Training erwartet.

Was meinen Sie damit?

Schönegge: Wenn es mir allein ums Pumpen geht, um den Muskelaufbau, spielt es keine Rolle, wie groß das Kursangebot ist.

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Wenn ich hingegen Wert darauf lege, möglichst viele Fitness-Angebote wahrzunehmen, etwa Spinning und Step-Aerobic, kommt es darauf an, dass das Studio einen umfangreichen und variablen Kursplan bietet.

Wie sollte der Unkundige bei der Suche nach einem Studio vorgehen?

Schönegge: Das Probetraining ist ein Muss. Das ist meist kostenlos, falls nicht, werden die Kosten auf die Mitgliedschaft angerechnet. Ich empfehle zwei Testeinheiten pro Studio – sowohl Geräte als auch Kurse sollten ausprobiert werden. Und man sollte mehrere Studios unter die Lupe nehmen. Der Testlauf sollte in etwa zu der Uhrzeit stattfinden, zu der ich auch sonst trainieren würde. Dann verschaffe ich mir einen Überblick, wie voll Umkleiden, Trainingsräume und Kurse sind.

Was gibt es sonst noch für Beurteilungskriterien?

Schönegge: Ganz banale Dinge wie zum Beispiel Freundlichkeit am Empfang. Wie gut und kompetent werde ich beraten? Ein Beratungs- und Vertragsgespräch sollte jedenfalls nicht länger dauern als ein Probetraining. Sonst ist irgendetwas faul. Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist die Sauberkeit. Wie sehen die Duschen aus? Manche Fitness-Center verfügen über einen beaufsichtigten Kinderhort – das ist ein wichtiges Kriterium für Alleinerziehende. Für diejenigen, die mit dem Auto zum Training fahren, spielt es eine Rolle, ob ausreichend Parkplätze vorhanden sind.

Kann sich der Laie ein Bild über die Qualität der Geräte verschaffen?

Schönegge: Die erste Frage lautet: Sind genügend Geräte vorhanden? Bilden sich in den Stoßzeiten wie am Abend Schlangen? Wichtig bei den Herz-Kreislauf-Geräten wie Laufband und Cross-Trainer ist zudem, dass sie einen Pulsmesser haben. Nur so kann die Effektivität des Trainings sichergestellt werden.

Und was ist mit den Kraft-Geräten?

Schönegge: Sitze, Rückenlehnen und Hebelarme der Maschinen sollten individuell einstellbar sein. Ideal – gerade für Frauen – sind Gewichtsabstufungen von höchstens 2,5 Kilogramm. Und die Geräte sollten reibungslos laufen. Freie Gewichte wie Kurz- und Langhalten, Scheiben, verstellbare Bänke sind Pflicht. Spiegel sollten vorhanden sein. Die sind nämlich nicht zum Posieren da, sondern dienen zur Kontrolle der korrekten Bewegungsausführung.

Lässt sich auch über das Kursangebot ein Urteil fällen?

Schönegge: Gerade für Anfänger ist es wichtig, dass genug Stunden für Einsteiger angeboten werden. Die sollten zur eigenen Besuchszeit stattfinden. Wenn Trends wie Tae Bo und Pilates – aktuell kommen Zumba und Jukari in Mode – im Programm stehen, ist dies auch ein Beleg dafür, dass die Trainer auf Zack sind und sich fortbilden.

Apropos Trainer: Welche Rolle spielen die?

Schönegge: Man darf durchaus nach den Lizenzen der Trainer fragen. Und nebenbei erwähnt: Sie sollten nicht nur zur Hauptzeit anwesend sein.

Von Robin Lipke

Quelle: HNA

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