Tipps für Joggingeinsteiger - So vermeidet man Verletzungen

Frühling motiviert Laufanfänger: Gute Schuhe schützen vor Verletzungen. Foto: dpa

Mit dem warmen Wetter schnellt die Zahl der Jogginganfänger in die Höhe. Wer untrainiert ist, läuft Gefahr umzuknicken und sich zu verletzen. Wir sprachen mit dem Orthopäden und Unfallchirurgen Dr. Wolfgang Müller. Er ist leitender Belegarzt der Chirurgie in der Kreisklinik Helmarshausen.

Wie können Einsteiger Unfälle vermeiden?

Dr. Wolfgang Müller: Generell sollte Überlastung vermieden werden. So sollte man beispielsweise nicht zu früh zu lange Strecken wählen und darauf achten, dass der Grund eben, aber nicht zu hart ist. Auch Sportschuhe mit einem Knöchelschutz können sinnvoll sein. Außerdem sollte man sich stets zu Beginn des Trainings aufwärmen.

Welches sind die häufigsten Verletzungen?

Müller: Am häufigsten kommen Distorsionen des oberen Sprunggelenks vor, das heißt Verstauchungen beziehungsweise ein Riss der Außenbänder. Seltener gibt es Knöchelbrüche oder Fußknochenermüdungsbrüche. Ein Umknicken ist zwar schmerzhaft, aber die Verletzung ist oft nicht so schwerwiegend.

Was können die Betroffenen selbst tun?

Müller: Sie können frühzeitig das Sprunggelenk kühlen und die betroffene Stelle mit Sportsalbe einreiben. Wenn man eine elastische Binde anlegt, sollte man beachten, sie am Anfang nicht zu stramm zu schließen.

Wie lange sollten Läufer warten, ehe sie wieder mit dem Training beginnen?

Müller: Das Training kann man erst nach einem deutlichen Schwellungsrückgang wieder aufnehmen. Unter Umständen sollte man zunächst noch mit einem Tapeverband geschützt laufen.

Wann sollte man den Arzt aufsuchen?

Müller: Wenn die Schmerzen so stark sind, dass der Jogger nicht mehr auf das Bein treten kann, oder die Beschwerden sich innerhalb von zwei bis drei Tagen nicht entscheidend bessern. (ant)

Quelle: HNA

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