5 Tipps, wie Zähne lange Zeit natürlich strahlen

Sie kommen weiß und mit einem intakten Schutzmantel, dem sogenannten Zahnschmelz, zur Welt. Im Laufe des Lebens setzen wir unsere Zähne jedoch Faktoren aus, die ihnen schaden und in vielen Fällen zu unschönen Verfärbungen führen.

Dabei unterscheiden Zahnmediziner zwischen ex- und intrinsischen Farbveränderungen: „Erstere liegen – etwa als Zahnbelag oder -stein – auf der Zahnoberfläche, letztere im Zahninneren“, erklärt Prof. h.c. Dr. med. dent. MSc. MSc. Andreas Jung. Um das natürliche Zahnweiß langfristig zu erhalten, gilt es jedoch ein paar Tipps zu beachten.

Gute Nachricht für alle Kaffee- und Teeliebhaber

Nahrungsmittel wie Kaffee und Tee, aber ebenso säurehaltige Getränke wie etwa Rotwein gelten – so allgemein bekannt – eher als Zahnfeinde, wenn es um Verfärbungen geht. Denn sie sorgen für aufgelagerte Farbschleier. Die gute Nachricht: Liebhaber von Kaffee und Co. müssen deshalb nicht gleich auf ihren Genuss verzichten. Wer sich zweimal täglich die Zähne putzt und regelmäßig eine halbjährliche professionelle Reinigung wahrnimmt, beugt unschönen Verfärbungen auf der Zahnoberfläche bestmöglich vor und verhindert, dass diese dauerhaft in das Zahninnere übergehen.

Auf den Zahnschmelz kommt es an

Genau wie Größe und Farbe der eigenen Zähne variiert auch die Stärke des Zahnschmelzes genetisch bedingt von Mensch zu Mensch. „Liegt dieser in eher dünner Form vor, schimmert das im Inneren liegende, gelbliche Zahnbein durch“, beschreibt Prof. Dr. Andreas Jung. Doch nicht nur die Genetik bestimmt die Stärke dieser Schicht. Auch die richtige Zahnpflege spielt hierbei eine große Rolle. Aufhellende Zahncremes etwa reiben den Schmelz durch ihre enthaltenen Schleifpartikel nach und nach ab. Auch zu harte Bürsten und hoher Druck beim Putzen können die Zahnweiß erhaltende Schutzschicht auf Dauer abtragen und so das dunkle Zahnbein durchscheinen lassen. Einmal verlorene Substanz bildet sich zudem nicht mehr nach.

Mundpflege: Steter Tropfen höhlt den Zahnstein

Um frei von gelblichen und von Bakterien besiedelten Belägen zu bleiben, benötigen Zähne mindestens zweimal täglich, morgens und abends, eine ausreichende Pflege. Dabei reicht es nicht, zwischendurch nur auf Mundspülungen oder Zahnpflegekaugummis zurückzugreifen, die hartnäckigen Ablagerungen nichts anhaben können. Denn: Je länger die sogenannte Plaque auf den Oberflächen verweilt, desto härter wird sie. Am Ende entwickelt sie sich zu robustem Zahnstein, der sich ohne professionelle Hilfe nicht mehr entfernen lässt.

Antibiotika: Trübe Stimmung im Mund

Bestimmte Antibiotika können ebenfalls Verfärbungen der Zähne auslösen. Hierzu gehören – etwa bei Bronchitis oder Lungenentzündung verschriebene – Tetracycline, die besonders Schwangere und Kinder unter 8 Jahren aufgrund ihrer anfälligen Zahnsubstanz meiden sollten. Aber auch andere Antibiotika zur Behandlung von Atemwegs-, Harn- oder Hautinfektionen können das Zahnweiß trüben. Darunter Trimethoprim-Sulfamethoxazol (Cotrimoxazol), Erythromycin, Metronidazol und Cefaclor. Phenoxymethylpenicillin führt zu gelb-braunen Einlagerungen, Amoxicillin und Clavulansäure – eine antibiotische Wirkstoffkombination – zu grauen Schleiern.

Plan B: Bleaching

Bleiben Verfärbungen auch nach professioneller Zahnreinigung und Entfernen von aufgelagerten Farbpigmenten bestehen, hilft ein Bleaching weiter. Hiermit lassen sich im Zahninneren liegende dunkle Stellen aufhellen. Moderne Bleaching-Gels erweisen sich dabei als unschädlich für den Zahnschmelz. „Bestimmte Sorten vermindern nicht nur die Sensibilität der Zähne, sondern reduzieren zudem auch das Risiko einer Kariesbildung“, klärt Prof. Dr. Andreas Jung auf. Wer sich für eine Aufhellung entscheidet, muss allerdings für zwei Tage nach der Behandlung einige Tipps beachten, um möglichst lange von dem neuen Farbergebnis zu profitieren: Hierbei steht der Verzicht auf Tee, Kaffee oder Rotwein, Tabak und dunkle Speisen wie etwa Balsamicoessig und curryhaltige Gerichte an erster Stelle. Auch bestimmte Zahncremes und Mundspüllösungen sollten für diese Zeit ungenutzt im Badschrank verweilen. Hier sollten sich die Patienten unbedingt bei ihrem behandelnden Zahnarzt erkundigen. (nh)
(www.zahnklinik-jung.de)

Quelle: HNA

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