Die Veränderung der Haut im Alter

Wer sich einen Spaß erlauben will, antwortet auf die Frage, was er einmal werden möchte: "Alt!" Doch ob wir wollen oder nicht: Wir werden älter. Und das kann man uns mit den Jahren immer deutlicher vom Gesicht ablesen.

Der Dermatologe Dr. Johannes Müller-Steinmann, verrät ein paar Tipps für eine junggebliebene, schöne Haut:

Wie ist die Haut aufgebaut und wie altert sie?

Grundsätzlich spielt die Art und Weise wie man lebt, wie man seine Haut pflegt und vor allem, wie oft man sich in der Sonne bräunt, eine große Rolle. Genau wie alle anderen Organe im Körper altert auch die Haut. Besonders die Lederhaut verändert sich. Diese Hautschicht besteht hauptsächlich aus Bindegewebszellen, den sogenannten Fibroblasten, und Bindegewebsfasern aus Kollagen und Elastin. In der jungen Haut arbeiten beide Fasertypen perfekt zusammen, sodass die Haut stabil und gleichzeitig dehnbar bleibt. Im Alter jedoch sinkt die Zahl beider Fasern. Das hat zur Folge, dass die Haut dünner wird. Sie hat dann vor allem Schwierigkeiten, Wasser zu speichern. Das trocknet die Haut aus.

Kann ich etwas dagegen unternehmen?

In Wirklichkeit beginnt der Alterungsprozess nicht mit Mitte 30, wenn die ersten Fältchen bereits zu sehen sind, sondern zwischen dem 20. und dem 30. Lebensjahr. Und ja, man kann etwas dagegen unternehmen: Da der Wassergehalt eine wichtige Rolle für gesunde Haut spielt, sollte man viel trinken. Außerdem hilft reichlich frische Luft. Wer sich regelmäßig einen Spaziergang im Freien gönnt, pumpt jede Menge Sauerstoff in seine Lungen. In den Zellen bewirkt dies einen Teilungsimpuls, der die Haut jünger und frischer aussehen lässt. Vor allem gilt: Rauchen lässt die Haut besonders schnell altern. Wer raucht und gleichzeitig viel UV-Strahlung erhält, dessen Haut altert in einem Jahr so viel wie sonst in 11,4 Jahren.

Wann braucht meine Haut eine spezielle Pflege?

Das ist immer anhängig vom Hauttyp. Gerade im Alter neigt die Haut jedoch dazu, auszutrocknen. Daher darf es dann gerne ein bisschen reichhaltiger sein. Am besten kauft man Pflegeprodukte ohne Duft- und Konservierungsstoffe. Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure und Urea unterstützen die Haut dabei, Feuchtigkeit zu speichern. Vorsicht bei Produkten, die Alkohol enthalten. Diese reizen die Haut nur unnötig und trocknen sie weiter aus. Auch vor dem Schlafen sollte man eine Nachtpflege mit beruhigenden Substanzen wie Avocado- oder Arganöl auftragen. So kann die Haut über Nacht neue Energie tanken.

Wie kann ich trotz kleiner Fältchen jünger wirken?

Da gibt es verschiedene Methoden. Fruchtsäure-Peelings beispielsweise glätten die obere Hautschicht. So wirkt das Gesicht wieder jung und frisch. Falten an der Stirn können mit Botulinumtoxin vermindert werden. Spezielle Volumenfiller polstern die Nasolabialfalten rund um die Mund-Nasen-Partie wieder auf. Aber auch eine Laserbehandlung kann dem Gesicht ein jüngeres Aussehen verschaffen. Welche Methode geeignet ist, sollte mit dem Hautarzt besprochen werden. Aber eins noch: Wer viel lacht und glücklich ist, hat eine frische Ausstrahlung. Das schaffen keine Behandlungen.

Welche Alterserkrankungen beanspruchen die Haut besonders?

Gerade bei Diabetes ist eine sorgfältige Hautpflege ein Muss. Erhöhte Blutzuckerwerte können die Haut austrocknen und gar zu offenen Stellen führen. Bei einer Neurodermitis entstehen juckende, schuppige Areale. Bei akuten Schüben verschreiben Hautärzte häufig kurzfristig kortisonhaltige Cremes. In dieser Phase sollten Sie die gereizte Haut von kosmetischen Pflegeprodukten verschonen. Grundsätzlich gilt: Die Haut ist das größte Organ und sollte gut versorgt werden. www.hautarztzentrum-kiel.de/nh

Quelle: HNA

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