Tiergestützte Therapie

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Zaubert immer ein Lächeln aufs Gesicht: Therapie-Hund Alwin mit Rosa Zindel und Elisabeth Gamradt.

Die Zahl der Bewohner, die altersverwirrt sind, nimmt zu. Viele ziehen sich in „ihre Welt“ zurück, reagieren auf Ansprache oder Zuspruch nur verhalten oder gar nicht. Oftmals ist dies aber ganz anders, wenn sie Tieren begegnen.

Tieren wie beispielsweise der Henne Paloma oder dem Hund Alwin und deren tierischen und menschlichen Kollegen im Haus Salem und anderen Häusern der Evangelischen Altenhilfe Gesundbrunnen. Dies zaubert dann sofort ein Lächeln auf ihr Gesicht.

Forschung und Praktiker wissen, wie hilfreich der Einsatz tiergestützter Therapie gerade für Bewohner ist, die dementiell erkrankt sind. „Tiere öffnen Welten“ titelte das Kuratorium Deutsche Altershilfe in einer Fachpublikation, in der es den hilfreichen Einsatz tiergestützter Therapien darstellte.

Altersverwirrte Menschen erfahren in den Begegnungen mit den Tieren Nähe und Berührung. Oftmals lassen altersverwirrte Menschen diese wichtigen Bedürfnisse von Menschen nicht zu, kapseln sich ab. Wenn aber beispielsweise Alwin und seine Hennen auftauchen, dann streckt sich sofort die Hand, um über Fell oder Federkleid zu streichen. Dann wird auch schon mal mit dem Leckerli in der Hand den Tieren zugerufen.

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Wir setzen die tiergestützte Therapie auch gezielt bei Bewohnern mit bestimmten Krankheitsbildern ein. Bewohner, die dementiell erkrankt sind oder bettlägerige Bewohner, die es gern haben, wenn Alwin sie mit ihrer Schnauze anstupst oder sie mit vorsichtigen Bewegungen über das Fell streichen. Die Mimik und ein Lächeln zeigen dann ein Wohlgefühl. Dieses Wohlgefühl, das oftmals nur durch die Begegnung mit den Tieren entsteht, kann dann von den Mitarbeitern aufgenommen und genutzt werden.

Die Einsätze der Tiere sind von Bewohnern und Angehörigen gern gesehen. Mit dem Frauchen von Alwin und Co, der ausgebildeten Tiertherapeutin Tatjana Rech, die eine Praxis für tiergestützte Angebote betreibt, werden die Begegnungen zwischen den Bewohnern und den Tieren vorbereitet und begleitet. Auch in der Pflegedokumentation werden diese Kontakte festgehalten und gemeinsam mit den Mitarbeitern die Auswirkungen beobachtet und verschriftlicht. Es gibt schöne Beispiele, bei denen der Einsatz von Alwin – der von den Bewohnern häufig Aldi genannt wird – und seinen Kollegen „Welten geöffnet hat“.

Der Wermutstropfen dabei ist: Diese Einsätze können nicht über den regulären Pflegesatz finanziert werden. Das Haus Salem ist auf das Engagement vieler Spender und Spenderinnen angewiesen, damit diese Form der tiergestützten Therapie angeboten werden kann. (nh)

Quelle: HNA

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