Teilzeitausbildung Gesundheits- und Krankenpflege gestartet

+
Die 20 Teilnehmerinnen des Teilzeitausbildungskurses Gesundheits- und Krankenpflege mit der stellvertretenden Schulleiterin Gerhild Trömper (links), Kursleiterin Ute Möller (rechts) und Peter Metz, Leiter des Zentralbereich Bildung und Personalentwicklung bei der Gesundheit Nordhessen

Bei der Gesundheit Nordhessen (GNH) startete am 1. September die Teilzeitausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin, welche das Klinikum Kassel als erstes Krankenhaus in Hessen anbietet. Das Durchschnittsalter der 20 Frauen liegt bei 36 Jahren, die jüngste Auszubildende ist 21, die älteste Auszubildende 52 Jahre.

Die Gesundheit Nordhessen hat die Teilzeitausbildung mit Blick auf die in den kommenden Jahren sinkenden Schulabgängerzahlen und einen gleichzeitig steigenden Personalbedarf in der Pflege entwickelt. „Mit einer neuen Zielgruppe für die Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung wollen wir einem drohenden Fachkräftemangel frühzeitig begegnen“, sagt die stellvertretende Leiterin des GNH-Bildungszentrums, Gerhild Trömper. Das Augenmerk richtet sich dabei auf Eltern, Alleinerziehende, Wiedereinsteiger ins Berufsleben und Menschen mit Berufserfahrung in der Pflege, die aber aus familiären Gründen bisher keine qualifizierte Ausbildung absolvieren konnten.

Dies trifft auf die 20 neuen Auszubildenden zu, für die eine Vollzeitausbildung nicht in Frage käme. Ein Großteil von ihnen hat Kinder - im Alter von einem Jahr bis zu jungen Erwachsenen - die selbst schon mit einer Ausbildung begonnen haben. Sie waren zuvor zum Beispiel als Einzelhandelskauffrau, Arzthelferin, Altenpflegerin, Verkäuferin, Gärtnerin und Heilpraktikerin tätig.

Schon in den Bewerbungsgesprächen zeigte sich, dass die Teilnehmerinnen Lebenserfahrung, Interesse und eine große Begeisterung für den neuen Beruf mitbringen. In den Gesprächen fielen Aussagen wie „jetzt oder nie!“ und „endlich ein Angebot für Frauen/Alleinerziehende mit Kindern“. Einige haben Erfahrung als Helferin und möchten jetzt die Chance auf eine höhere Qualifikation nutzen oder sie konnten ihren Berufswunsch Krankenpflege aus familiären Gründen nicht realisieren und entschieden sich daher zunächst für eine andere Ausbildung. Nicht zuletzt freuen sich manche der Frauen darauf, dass sie zeitgleich mit ihren Töchtern eine Ausbildung im Bildungszentrum am Klinikum absolvieren.

Inhaltlich entspricht die Teilzeitausbildung komplett der Vollzeitausbildung und endet mit einer praktischen, schriftlichen und mündlichen Prüfung, erläutert Kursleiterin Ute Möller, Pflegepädagogin am GNH-Bildungszentrum. Die Teilzeitausbildung dauert allerdings vier statt drei Jahre und ist hinsichtlich der Schul- und Dienstzeiten familienfreundlich konzipiert, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten. So orientieren sich die Urlaube an den Ferienzeiten, Schichtdienste an den familiären Möglichkeiten und es muss nur eine Mindestmenge an Nachtdiensten geleistet werden. (nh)

Quelle: HNA

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

der Inhalt dieses Artikels entstand in Zusammenarbeit mit unserem Partner. Da eine faire Betreuung der Kommentare nicht sichergestellt werden kann, ist der Text nicht kommentierbar.