Technische Meisterwerke ersetzen Natur

Jedes Stück ein Unikat: Zahntechniker leisten Präzisionsarbeit bei der Fertigung von qualitativ hochwertigem Zahnersatz. Foto: Fotolia

Gerade dabei ist eine fundierte Sachkenntnis gefragt. Die Zahntechniker kennen die Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten der unterschiedlichen Materialien.

Egal ob Brücke, Krone, Verblendung oder Implantat – jeder Zahnersatz ist im Mund extremen Belastungen ausgesetzt. Beim Kauen wirken enorme Druck- und Scherkräfte über die Kiefer auf die Kauflächen. Das müssen die Zähne aushalten, egal ob eigene oder ersetzte.

Der Zahnersatz darf durch Nahrungsbestandteile wie Säuren und Gewürze nicht angegriffen werden. Außerdem soll er sich nicht verfärben. Wenn verschiedene Materialien für einen Zahnersatz verwendet werden, wie etwa Kunststoff und Metall, dann müssen diese miteinander verträglich sein. Vor allem bei der Verarbeitung von Metallen sind Fachleute gefragt. Das Metall darf keinen sogenannten Ionenfluss auslösen. Patienten haben sonst das Gefühl, es würde Strom in ihrem Mund fließen.

Schließlich ist jeder Zahnersatz ein Medizinprodukt und fällt somit unter das Medizinproduktegesetz. Natürlich müssen bei der Verarbeitung der Materialien und der Herstellung von Zahnersatz die entsprechenden Auflagen erfüllt sein.

Der Besuch des Patienten beim Zahntechnikermeister vor Ort kann hilfreich sein, beispielsweise um die optimale Zahnfarbe zu bestimmen oder Materialalternativen zu besprechen. „All dies sind gute Gründe für das Meisterlabor der Innungen vor Ort“, sagt Horst Fehr, Obermeister der Zahntechniker-Innung Kassel.

In der Region Nordhessen garantieren der Bevölkerung 1200 qualifizierte Fachkräfte die schnelle Umsetzung des zahntechnischen Fortschritts auf hohem Niveau. (zip)

Quelle: HNA

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