Gute Ausrede?

Sportmythen: Schadet Joggen den Gelenken?

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Laufen ist schlecht für die Gelenke, heißt es. Das stimmt aber nicht.

Jogging-Muffel haben immer eine gute Ausrede parat. Sie sagen: Laufen schadet den Gelenken. Fans runzeln darüber die Stirn. Welche Partei recht hat, klärt eine Sportmedizinerin.

Sport ist gesund - darüber herrscht wohl weitestgehend Einigkeit. Beim Joggen scheiden sich die Geister: Es schadet den Gelenken, heißt es oft. Aber stimmt das eigentlich?

Nein, sagt Caroline Werkmeister, ärztliche Leiterin am Kompetenzzentrum für Sport- und Bewegungsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Der Knorpel selbst ist nicht durchblutet. Deshalb halten ihn Stoffe aus der Gelenkflüssigkeit vital, erklärt Werkmeister. "Und das geht am besten, wenn es eine Mischung aus Druck und Entlastung gibt, wie beim Joggen."

Voraussetzung ist allerdings, dass man nicht stark übergewichtig ist. Dann könnte der Druck für den Knorpel zu hoch sein. Für solche Menschen seien Übungen im Wasser und Training auf dem Cross-Trainer besser geeignet, sagt Werkmeister. Und Hobbysportler sollten für ein gesundes Joggen die richtigen Schuhe haben und technisch sauber laufen.

Das kann individuell ganz unterschiedlich aussehen. Allgemein sollte man federnd laufen, auch den Rumpf unter Spannung halten und die Arme locker schwingen lassen, erklärt Werkmeister. Stampfen oder Schlurfen sind keine typischen Laufgeräusche und somit eher Zeichen für eine nicht saubere Technik.

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dpa/tmn

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