Sinusitis: Nebenhöhlen sind zu

Entzündungen der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) sind zurzeit weit verbreitet. Meist sind Viren die Verursacher, die zu Schnupfen, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und mitunter auch Fieber und Schwellungen im Gesicht führen können.

Hier ein paar Tipps von Allgemeinmediziner Dr. Klaus Meyer zur Selbstbehandlung: • Viel Trinken steigert den Sektretabfluss. • Beim heftigen Schnäuzen kann Sekret in die Nebenhöhlen gedrückt werden. Leichtes freies Ausschnauben und auch Hochziehen sind günstiger. • Chemische Nasensprays oder -tropfen helfen (vor allem nachts), den Sekretabfluss und die Nasenatmung zu verbessern, sollten jedoch nicht länger als sieben bis zehn Tage angewendet werden. • Auch Salzlösungen können befreiend wirken. • Bewährt haben sich Inhalationen mit Kamillenblüten (falls keine Allergie vorliegt, zwei bis drei Teebeutel in zwei Liter kochendem Wasser) und Bestrahlungen mit Rotlicht.

Laut HNO-Arzt Lutz-Michael Schäfer sind auch pflanzliche und homöopatische Mittel aus der Apotheke hilfreich. Wenn die Beschwerden länger als eine Woche andauern, bei starken Schwellungen im Gesicht, zunehmenden Kopfschmerzen und eitrigem Sekret ist ein Arztbesuch erforderlich.

Lösung für die Nase

Salzlösungen zur Befeuchtung der Nase sowie zur Behandlung von Schnupfen oder Sinusitis lassen sich leicht selbst herstellen: Geben Sie zehn Gramm Kochsalz auf einen Liter abgekochtes Wasser (eine höhere Salzkonzentration kann die Nasenschleimhaut zu sehr austrocknen). Um die Austrocknung zu verhindern, kann man auf zehn Milliliter Wasser einen Milliliter (= Gramm) Glycerin aus der Apotheke dazugeben (gut umrühren). Kleine Fläschchen mit Tropfpipetten oder Zerstäuber gibt es in der Apotheke. Inhalt nach spätestens einer Woche erneuern. (hei)

Quelle: HNA

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