Sehprobleme im Herbst: Keine Frage des Alters

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Plakate werben für regelmäßige Sehtests: Gerade im Alter zwischen 40 und 50 verschlechtert sich das Sehen schleichend – ein natürlicher Prozess, der zunächst oft unbemerkt bleibt.

Dass Fehlsichtigkeit kein reines “Seniorenproblem” ist, sondern zunehmend auch junge Menschen betrifft, haben Untersuchungen europäischer Forscher gezeigt.

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Gerade im Herbst gefährden unentdeckte Sehschwächen wie Kurzsichtigkeit oder “Nachtblindheit” die Sicherheit auf den Straßen.

Das Kuratorium Gutes Sehen (KGS) lädt daher gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium, dem VdTÜV und teilnehmenden Augenoptikern Fahrzeugführer aller Altersgruppen zum kostenfreien Sehtest ein – und räumt mit einem Vorurteilen auf: Vor allem ältere Menschen gefährden die Verkehrssicherheit.

Bislang ging man davon aus, dass praktisch alle kurzsichtigen Menschen ihre erste Brille in der Schulzeit bekommen, die Sehschärfe sich um das 18. Lebensjahr einpendelt und bis 50 mehr oder weniger konstant bleibt. Studien haben jedoch gezeigt, dass in den Industrieländern 20 bis 30 Prozent aller Kurzsichtigen ihre Fehlsichtigkeit erst im jungen Erwachsenenalter zwischen 18 und 30 Jahren bekommen. Der Führerscheinsehtest kann da schon Jahre zurückliegen.

Richtig ist, dass sich die Sehfähigkeit mit zunehmendem Alter verschlechtert. Zusätzlich steigt ab dem 40. Lebensjahr das Risiko, am Grünen Star zu erkranken, der Stück für Stück das Gesichtsfeld einschränkt. Eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Augenarzt sowie die rechtzeitige Behandlung mit Medikamenten können hier die Fahrtüchtigkeit erhalten. (nh)

Quelle: HNA

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