Die Radiofrequenztherapie hat sich bei der Behandlung von schmerzhaften Krampfadern bewährt.

Schonender Kampf gegen Krampfadern

Nicht ignorieren: Schmerzende Beine. Archivoto: Fotolia 

In der operativen Behandlung von Krampfadern hat sich das Verfahren nach Babcock bewährt. Das Ziel: möglichst schonende Eingriffe und eine Verhinderung des Wiederauftretens der Krampfadern. Die unter der Haut sichtbaren Seitenastkrampfadern werden durch winzige Hautinzisionen entfernt, damit keine sichtbaren Narben bleiben. Dennoch ist das Herausziehen über eine Sonde durch das Auftreten von Blutergüssen geprägt. Dies führt nach dem Eingriff zu einer Arbeitsunfähigkeit von durchschnittlich 17 Tagen.

Weniger Irritationen

Bei der Suche nach weiteren Methoden wurden kathetergestützte Verfahren unter Anwendung von Radiofrequenzenergie, Laser und durch Schaumsklerosierung entwickelt. Ziel ist die Ausschaltung des krankhaften Blutrückflusses in der Stammvene, ohne diese selbst entfernen und die Mündungsregion operativ versorgen zu müssen.

Die schonenderen Verfahren vermeiden den offenen Zugang in der Leiste und das Auftreten schmerzhafter Blutergüsse. Gefühlsstörungen und Nervenirritationen werden nach den schonenderen Verfahren deutlich weniger beobachtet. Vorteil: Nach dem Eingriff können die Patienten oft nach wenigen Tagen wieder arbeiten. Nachteil dieser Methode ist das kleine Risiko einer unvollständigen Ausschaltung des Blutrückflusses. Dieser Fall würde eine weitere Operation nach sich ziehen. Die Behandlungsergebnisse der kathetergestützten Ausschaltungsverfahren dokumentieren teilweise bessere Ergebnisse als herkömmliche Strippingverfahren. Die Vorteile: geringere Belastungen, Blutergüsse, Nervenbeschädigungen, Wundheilungsstörungen und eine kürzere Zeit der Arbeitsunfähigkeit.

Im Laufe der Jahre kristallisiert sich ein deutlicher Vorteil in der Behandlung durch die Radiofrequenztherapie heraus.

Die Kosten der Therapie betragen zwischen 1200 und 1500 Euro pro Bein. Die Kosten werden in der Regel von privaten Krankenkassen übernommen. Gesetzlich versicherte Patienten müssen sie noch selbst tragen. (nh)

Quelle: HNA

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