Schmerzmittel: Höheres Schlaganfall-Risiko

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Vorsicht beim Griff zur Schmerztablette.

Die regelmäßige Einnahme gängiger Schmerzmittel steigert die Gefahr von Herzinfarkt und Schlaganfall deutlich. Zu diesem Resultat kommen Mediziner der Universität Bern nach Auswertung von 31 Studien mit mehr als 116.000 Teilnehmern.

Zu den sieben untersuchten Medikamenten zählten auch gängige nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac. Solche Schmerzmittel kommen besonders oft bei älteren Patienten wegen Schmerzen des Bewegungsapparates zum Einsatz. Aber gerade diese Menschen neigen auch verstärkt zu Herz-Kreislauf-Problemen. Und alle untersuchten Medikamente gingen mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall einher.

Sterblichkeit steigt

Die Schmerzmittel Diclofenac und Etoricoxib steigerten die Herz-Kreislauf-Sterblichkeit um das Vierfache. Ibuprofen erhöhte die Wahrscheinlichkeit für einen Schlaganfall um mehr als das Dreifache. Die Forscher raten im „British Medical Journal“ zu Zurückhaltung bei der Einnahme dieser Präparate. (ap)

Quelle: HNA

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