Schmerzen auf Schritt und Tritt

Ein häufiges Krankheitsbild speziell im Fußbereich sind Veränderungen an den Zehen, die sich durch Fehlstellungen, druckempfindlichen Schwielen und Abrollbehinderung bemerkbar machen.

Ursache dafür ist meist ein Spreizfuß. So wird eine Verbreiterung des Vorfußes genannt, die entweder mittels Einlagen und Abrollhilfen oder – je nach Ausprägung – operativ behandelt wird.

Ziel ist es, den Fuß zu verschmälern und den Abrollvorgang zu normalisieren. Hierfür existiert eine Vielzahl von Operationsverfahren, die individuell nach Untersuchungs- und Röntgenbefund angewendet werden. Dabei versucht der Orthopäde, das Gelenk zu erhalten, um später eine möglichst ungestörte Abrollbewegung gewährleisten zu können.

Während der Operation wird der Knochen entweder mit Hilfsmitteln aus Titan in der neuen Form gehalten oder aber mithilfe von resorbierbaren Implantaten. Diese löst der Körper im Laufe von mehreren Monaten rückstandslos auf und ersetzt sie durch Knochen. In beiden Fällen muss das Material nicht entfernt werden. Leidet ein Patient unter Rheuma, ist es laut Experten der Orthopädie Bad Hersfeld sinnvoll, eher ein stabilisierendes Verfahren am Großzeh anzuwenden, da ein erhöhtes Risiko für erneute Beschwerden bestehe.

Schmerz im Sprunggelenk

Doch der Spreizfuß ist nicht die einzige Schmerzquelle an den Füßen. Im Rückfußbereich sind die häufigsten Probleme Abnutzungs- oder Unfallfolgen am oberen Sprunggelenk, die je nach Ausprägung minimalinvasiv per Gelenkspiegelung korrigiert werden können. Ist das Sprunggelenk stärker verletzt, kann auch ein Kunstgelenk eingesetzt oder bei mangelhafter Knochenqualität beziehungsweise schwerer Fehlstellung mittels Versteifung behandelt werden. Oft ist hier aber eine Versorgung mit orthopädischem Schuhwerk ausreichend.

Durch eine gezielte Schmerztherapie werden die Patienten zusätzlich geschont. So kann noch während der Narkose an verschiedenen Stellen des Fußes ein länger wirksames Schmerzmittel gespritzt werden, damit die ersten Stunden nach der Operation besser zu bewältigen sind. Fast immer können die Patienten am ersten Tag nach dem Eingriff bereits aufstehen und den Fuß im Therapieschuh voll belasten. (nh)

Quelle: HNA

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