Schlafprobleme der Ehefrau belasten Beziehung

Schlafprobleme der Ehefrau belasten eine Beziehung offenbar deutlich stärker als Schlafprobleme des Ehemannes: Schläft die Frau spät ein, empfinden einer Studie zufolge beide Partner die eheliche Beziehung am Tag drauf eher als negativ denn positiv.

Der Schlaf des Ehemannes beeinflusst die Qualität der Beziehung am nächsten Tag dagegen nicht, wie die Forscher um die Psychiaterin Wendy M.Troxel von der Universität Pittsburgh auf einem Kongress von Schlafmedizinern in Minneapolis berichteten.

An der Studie beteiligt waren 32 Ehepaare, das Durchschnittsalter lag bei 32 Jahren. Zehn Nächte lang wurde das Schlafverhalten der Probanden registriert: Wachperioden, Ein- oder Durchschlafprobleme, die Schlafdauer etc.  

Tagsüber wurde dann mithilfe elektronischer Tagebücher die Qualität der ehelichen Beziehung gemessen: Wird der Ehepartner eher als kritisierend oder als unterstützend wahrgenommen? Verhält er beziehungsweise sie sich gleichgültig oder wertschätzend? "Die Ergebnisse verdeutlichen die Bedeutung von Schlafproblemen für soziale Beziehungen", erklärt Troxel.

In früheren Arbeiten hatte die Psychiaterin nachgewiesen, dass Frauen, die ihre Ehe als glücklich empfinden, weniger Schlafprobleme haben und dass die Anwesenheit des Partners beziehungsweise der Partnerin die Schlafqualität bei Frauen steigert. (dapd)

Quelle: HNA

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