Runners Knee: Training reduzieren hilft dem Knie

Das Kniegelenk muss beim Joggen eine große Belastung aushalten. Bei jedem Schritt kann eine Stoßbelastung von zu 300 Kilogramm erreicht werden und um da dauerhaft verletzungsfrei zu bleiben, müssen Knochen, Knorpel, Bänder, Sehnen und Muskeln problemlos zusammenarbeiten.

Ist das nicht der Fall, kann das sogenannte Runners Knee, eine klassische Überlastreaktion auf der Außenseite des Kniegelenks, die schmerzhafte Folge sein.

"Typisch für das Runners Knee sind Schmerzen am Kniegelenk während des Laufens", sagt Ingo Froböse vom Institut für Bewegungstherapie und bewegungsorientierte Prävention und Rehabilitation an der Deutschen Sporthochschule in Köln. "In der Regel nehmen die Schmerzen während der Laufeinheit immer mehr zu, bis das Training abgebrochen werden muss." In Ruhe verschwänden die Schmerzen meist schnell wieder - bis zur nächsten Laufrunde.

Diese Reizung der Sehnenplatte (Tractus iliotibialis), die von der Hüfte über Oberschenkel und Knie bis zum Schienbeinkopf verläuft, kann unterschiedliche Ursachen haben - zu viel Training, falsche Schuhe, verkürzte Muskeln oder Fehlstellungen der Füße oder Beine. Das müsse individuell geklärt werden. "Aber die Diagnose Runners Knee bedeutet auf jeden Fall, dass die Belastung sofort reduziert, aber nicht ganz weggenommen werden muss", sagt Froböse. "Und ganz wichtig ist es, die Beugemuskeln vor und nach dem Training zu dehnen." (dapd)

Quelle: HNA

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