Rücken- und Nackenschmerzen ade

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Tag der Rückengesundheit

An jedem Tag sollte man etwas für seine Rückengesundheit tun. Die Aktion Gesunder Rücken (AGR) e.V. und der Bundesverband der deutschen Rückenschulen (BdR e. V.) haben das Motto für den 13. Tag der Rückengesundheit 2014 entwickelt: „Tu’s für Dich – täglich 15 Minuten Rückenfitness!“

Das Motto des 13. Tages der Rückengesundheit „Tu’s für dich – täglich 15 Minuten Rückenfitness“ zielt auf die Förderung der Selbstfürsorge und der physischen Gesundheitsressourcen ab. Mit Selbstfürsorge ist ein wertschätzender, achtsamer und mitfühlender Umgang mit sich selbst gemeint, der sich darauf gründet, die eigenen Bedürfnisse wahr- und ernstzunehmen (Kaluza 2011). Durch die Förderung der physischen Gesundheitsressourcen verbessern sich Kraft, Kraftausdauer und Koordination der Rücken- beziehungsweise Rumpfmuskulatur: Dies dient der Stabilisierung des Rückens und steigert die allgemeine körperliche Fitness (Pfeifer 2006). Unter dem Begriff „Rückenfitness“ werden nicht nur körperliche Aspekte, sondern vor allem auch psycho-soziale Komponenten verstanden – so eine Empfehlung der Veranstalter.

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Ausgabe Kassel

Ausgabe Waldeck-Frankenberg

Der Tag der Rückengesundheit soll die Bevölkerung ermuntern, aktiv zu bleiben oder aktiv zu werden. Viele kleine Aspekte – Spazierengehen, Gartenarbeit, Freizeitsport, Gymnastik, Tanzen, Entspannen, Massage, gemeinsames Essen – können für den Rücken positiv sein. Im Mittelpunkt stehen dabei Begriffe wie Lebensfreude, Wohlbefinden, Genießen, Achtsamkeit, Gelassenheit, soziale Beziehungen, Aktivität und Erlebnis.

Auf dem Rücken Serviceportal werden unter www.tag-der-rueckengesundheit.de viele Aspekte, die mit dem Thema Rückengesundheit zu tun haben, beleuchtet.

Tipps von Prof. Dr. Froböse

Wer viel sitzt...

Er empfiehlt: „Ist man bei der Arbeit hauptsächlich sitzend tätig, so ist es umso wichtiger, entsprechende Bewegungsreize zu setzen, um die Systeme zu entlasten, zu aktivieren und damit gleichzeitig Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-System anzukurbeln. Praktische Tipps hierfür können sein: Einmal pro Stunde aufstehen, regelmäßige Veränderung der Sitzposition, andere Organisation der Arbeit (beispielsweise Drucker oder Kaffeemaschine im Nachbarraum), statt im Nachbarbüro anzurufen oder eine Mail zu schreiben: Besser zu Fuß rüber gehen und möglichst viele Dinge sollten im Stehen erledigt werden wie zum Beispiel Telefonate.“

Zeit für Bewegung

Über die Wichtigkeit der Bewegung erklärt Froböse: „Unsere gesamten Strukturen hängen am Tropf der Bewegung. Gerade die Systeme, die nicht durchblutet sind, wie beispielsweise unsere Bandscheibe, sind darauf angewiesen durch ein Walken und Quetschen, welches wir mit Hilfe von Bewegung bewirken, mit Nährstoffen und Wasser versorgt zu werden. Auch unsere Bänder wollen gefordert werden, sie freuen sich über ausgiebige Dehnungen.

Aktiv werden lohnt sich also. Denn wer sich keine Zeit für seine Bewegung nimmt, der muss sich später einmal sehr viel Zeit für seine Krankheiten nehmen. Nur Strukturen, die auch gefordert werden, entwickeln sich und lassen sich stärken. Tut man dies nicht, verkümmern sie.“

Genügend Schlaf und eine gute Matratze

Welche Rolle der Schlaf und eine gute Matratze spielen, erläutert Prof. Dr. Froböse: „Schlaf ist für unsere Regeneration überaus wichtig. Aber nicht nur für unseren Körper, auch Geist und Kopf profitieren von erholsamer Ruhe. In Phasen der Regeneration widmet sich unser Körperinneres vornehmlich dem Aufbau von Muskeln und anderen Strukturen. Eine Matratze kann den Mehrwert einer Nachtruhe unterstützen, wenn sie verschiedene Kriterien erfüllt. So sollte sie nicht zu weich sein und eine uneingeschränkte Bewegung erlauben. Wichtig ist auch: Sind Rückenschmerzen einmal vorhanden, so gilt es diese zu beheben – eine Matratze ist nicht die Lösung des Problems.“ (nh)

Quelle: HNA

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