Patientengeschichte von Torsten Neumann

Schritt für Schritt zurück ins Leben

Der 4. August 2014 veränderte das Leben von Torsten Neumann. Der Warburger war eben noch mit dem ganz normalen Alltag beschäftigt, als ein Verkehrsunfall ihn aus der Normalität riss. Eine Geschichte, die zeigt, wie unverhofft Unfälle uns komplett aus der Bahn werfen können.

Vom Edeka Markt in Warburg kommend steuerte Torsten Neumann an diesem Tag mit seinem Motorrad auf die nächste Kreuzung zu. Er musste anhalten, denn die Ampel war rot. Als die Ampel grün wurde und HerrTorsten Neumann das Gaspedal betätigte ging alles ganz schnell. Einige Meter weiter wurde ihm in Höhe der Tankstelle von einem PKW die Vorfahrt genommen.

Ab diesem Moment setzten die Erinnerungen von Torsten Neumann aus. Nur wenige Minuten später trafen die Rettungskräfte ein und brachten ihn in das nah gelegene HELIOS Klinikum Warburg. Dort wurde Torsten Neumann sofort mit neuester Technik untersucht und durch die Ärzte der zentralen Notaufnahme medizinisch erstversorgt, anschließend erfolgte die Verlegung zur Weiterbehandlung auf die Intensivstation.

Die traurige Bilanz dieses schweren Unfalls: 8 Rippenbrüche, Lungenkollaps (Pneumothorax) durch eine gebrochene Rippe, welche die Lunge verletzt hatte, Lungenquetschung mit erheblicher Beeinträchtigung der Atmung, Schlüsselbeinbruch, Gehirnerschütterung und eine zertrümmerte Hand.

Ein Schock für die Familie des 43-jährigen Verkaufsleiters eines Werkzeughandels. Zunächst konzentrierten sich das Team der Intensivstation unter Leitung von Chefarzt Dr. Dietmar Hohmann  auf die Stabilisierung der Lunge und der Atemfunktion des Patienten. Die eingefallene Lunge wurde über einen Schlauch im Brustkorb mittels Dauersog über einige Tage wieder entfaltet.

Zur Verbesserung der Sauerstoffversorgung und der Lungenfunktion war eine künstliche Beatmung erforderlich. "Täglich neu war die gemeinsame Entscheidung der behandelnden Ärzte und mir in Abhängigkeit meines Zustandes und den aktuellen Parametern: Reicht der Sauerstoff aus oder muss ich über einen Schlauch in der Luftröhre im künstlichem Schlaf (Sedierung) beatmet werden" so Torsten Neumann. "Ich hatte einfach nur Angst um mein Leben und meine weitere Zukunft."

Die durch die Rippenbrüche verursachten Schmerzen beim Atmen und Bewegen machten den Einsatz von starken Schmerzmitteln erforderlich. Das Ärzte- und Pflegeteam der Intensivstation überwachte Herrn Neumann Tag und Nacht und kümmerte sich liebevoll um seine Bedürfnisse, machten Ihm Mut und vermittelten ihm Zuversicht beim Überstehen seiner lebensbedrohlichen Verletzungen. „Das HELIOS Klinikum in Warburg kann stolz auf ein so kompetentes Team aus Ärzten und Pflegern auf der Intensivstation sein“ lobt Neumann. „Auch die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Fachbereichen hat mich beeindruckt“.

Schon am 21.08. konnte er nach nur 17-tägigem stationärem Aufenthalt die Klinik verlassen. Torsten Neumann ist optimistisch, dass er mit Physiotherapie und Muskelaufbau in naher Zukunft wieder arbeiten kann. (nh)

Quelle: HNA

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