Partner spielt eine große Rolle

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Hilfe gibt es in verschiedenen Formen: Tabletten, Vakuumpumpe und mehr können helfen.

Gibt es auch Möglichkeiten ohne den Einsatz von Medikamenten? Dr. Sawal: Wegen der Nebenwirkungen der Medikamente entscheiden sich viele Patienten auch für eine Vakuumerektionshilfe, mit der mechanisch durch Erzeugung eines Vakuums Blut in den Penis befördert wird und die Erektion dann mit einem Silikonpenisring aufrechterhalten wird. Sind Operationen eine Alternative? Dr. Sawal: Operationen und die Implantation von Penisprothesen sind heutzutage nur noch sehr selten. Kann eine Psychotherapie helfen? Dr. Sawal: Patienten mit psychischer Ursache benötigen meist eine Psychotherapie, auch bei Patienten mit organischen Ursachen kann sie hilfreich sein. Ist das Darübersprechen ein Problem? Dr. Sawal: Die Erektionsschwäche trifft Männer da, wo sie am empfindlichsten sind, in ihrer Männlichkeit. Aus Angst vor Spott und Erniedrigung ziehen sich die Betroffenen meist zurück und verschweigen das Problem. So entsteht ein Teufelskreislauf. Der Rückzug führt zu Entfremdung von der Partnerin und da das Problem nicht angesprochen wird, sucht die Partnerin die Schuld oft bei sich. Welche Rolle spielt die Partnerin dabei? Dr. Sawal: Wichtig ist der offene Umgang mit der Erektionsschwäche. Ist der Partner eingeweiht, lässt auch der psychische Druck nach und damit auch die Versagensängste. Dann ist der Weg frei, den Partner in die weiteren Therapien mit einzubeziehen, denn Sexualität und Partnerschaft betrifft immer Mann und Frau. Viele Paare verzichten aber auch auf eine Therapie, da sie die Bedürfnisse des Partners neu entdecken und zur Erkenntnis kommen, dass „Mann sein“ nicht nur von einer Erektion abhängt.

Quelle: HNA

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