Operieren durchs Schlüsselloch

Über die Schulter geschaut: Moderne Techniken am Operationstisch der Chirurgen. Archivfoto: dpa

Der Trend zu laparoskopischen Verfahren nimmt stetig zu. Vorteile dieser Schlüsselloch-Chirurgie, bei der über kleine Hautschnitte unter Kamerasicht operiert wird, sind eine schnellere Wundheilung und deutliche Schmerzminderung nach der OP sowie bessere kosmetische Ergebnisse.

Daher gehört dieses minimal-invasive Operationsverfahren zum Schwerpunkt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gelenkchirurgie, die unter Leitung des Chefarztes Dipl. med. Eberhard Gliesing, Anfang 2011 von den Diakonie-Kliniken Kassel in der Herkulesstraße eröffnet wurde. Selbst kleinste Veränderungen in der Bauchhöhle bzw. an den Organen wie mögliche Tumoren sind bei der Laparoskopie gut sichtbar. Häufig wird mit der Ultraschallschere der eigentliche operative Eingriff durchgeführt.

Dieses Instrument kann gleichzeitig schneiden und kleine Gefäße verschließen. Es kommt in der Abteilung vor allem bei Magen und Darm-OPs sowie bei Eingriffen bei Gallensteinen und Sodbrennen zum Einsatz. Neben einer schnelleren Heilung wird so auch der Blutverlust gering gehalten. Eine besondere Spezialisierung der Klinik stellt das Hernienzentrum dar.

Dort werden alle Formen von Zwerchfell- und Bauchwandbrüchen operiert. Diese Weichteilbrüche bilden sich nicht von selbst zurück, sondern nehmen mit der Zeit an Größe zu. Es droht die Einklemmung von Baucheingeweiden mit dem Risiko des Absterbens des eingeklemmten Organs. Daher muss operiert werden, was in der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gelenkchirurgie bei allen Hernienarten minimal-invasiv möglich ist. (nh)

Quelle: HNA

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