Die Onkologie des RKH Kassel  - Optimale Versorgung durch Ärztenetzwerk

In 2008 wurden in Deutschland rund 469.800 Krebsneuerkrankungen diagnostiziert.1 Unabhängig davon, ob diese Diagnose bei einer Routineuntersuchung oder im Zuge eines konkreten Verdachts gestellt wird: Das Gefühlsleben vieler Betroffenen ist von Angst und Unsicherheit erfüllt. Wie geht es jetzt weiter?

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es? Wo erhalte ich die bestmögliche Behandlung? Und wie lerne ich mit der Diagnose umzugehen? Gerade in dieser schweren Situation ist es für die Betroffenen wichtig, neben Freunden und Familienangehörigen vor allem von Ärzten aufgefangen zu werden, um Antworten auf diese Fragen zu erhalten. Das Rote Kreuz Krankenhaus Kassel bietet seinen onkologischen Patienten eine bestmögliche Versorgung.

„Im Roten Kreuz Krankenhaus verfolgen wir ein interdisziplinäres und integratives Konzept“, erklärt Dr. Mathias Kleiß, leitender Arzt des Bereichs Onkologie am Roten Kreuz Krankenhaus Kassel. Das bedeutet, dass sich die Ärzte aus den unterschiedlichen Fachkliniken austauschen, sich über Therapiekonzepte und Therapiemöglichkeiten beraten, um dem Patienten eine optimale Behandlung zu ermöglichen. So finden wöchentlich Tumorkonferenzen statt, in denen die Fachärzte – unter anderem aus der Onkologie, der Inneren Medizin, der Allgemeinchirurgie, der Strahlentherapie und Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie – für jeden Patienten ein individuelles Therapiekonzept festlegen.

Optimale Vor-Ort-Betreuung

Die enge Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen ermöglicht eine fachübergreifende medizinische Betreuung vor Ort. „Vor allem bei schweren Erkrankungen wie Krebs ist es für die Patienten wichtig, in einer vertrauten Umgebung zu sein und nicht ratlos von einer Klinik zur nächsten wechseln zu müssen“, erklärt Dr. Kleiß. „Dadurch, dass mehrere Experten unterschiedlicher Fachbereiche vor Ort sind, werden unsere Patienten unmittelbar nach der Diagnose optimal betreut und über den weiteren Behandlungsablauf aufgeklärt, ohne dass es einer Überweisung zum Onkologen bedarf“, so Dr. Kleiß weiter.

Im Roten Kreuz Krankenhause Kassel werden alle etablierten Therapien bei Tumorbehandlungen durchgeführt, so dass der Patient während der gesamten Behandlung in einer vertrauten Umgebung bleibt. Durch die Kooperation mit dem Krebszentrum der Universitätsklinik Göttingen, können sich die behandelnden Ärzte jederzeit eine Zweitmeinung einholen und ihren Patienten somit eine optimale medizinische Versorgung bieten. Zusätzlich sollen zukünftig Diagnose- und Behandlungsinformationen der Patienten in das Göttinger Krebsregister eingebracht werden, um eine bestmögliche Tumordokumentation zu gewährleisten.

Umfangreiche Versorgung durch Ärztenetzwerk

Seit dem 10. Juli 2013 gibt es den „Onkologie-Verbund Nordhessen“, zu dem auch das Rote Kreuz Krankenhaus Kassel zählt. Zwei weitere nordhessische Krankenhäuser, das Elisabeth-Krankenhaus und die Lungenfachklinik Immenhausen, kooperieren hierbei mit dem UniversitätsKrebszentrum Göttingen. Ziel dieser Partnerschaft ist eine bestmögliche medizinische Versorgung von Patienten mit onkologischen Erkrankungen in Nordhessen. „Mit diesem Verbund können wir unseren Patienten am Roten Kreuz Krankenhaus das gesamte Spektrum onkologischer Diagnose- und Therapiemöglichkeiten eröffnen und haben einen direkten Zugang zu den Experten der Universitätsmedizin Göttingen. Dadurch ergibt sich ein erheblicher Mehrwert für unsere Patienten“, erklärt Dr. Kleiß. Für spezielle Operationen oder besondere Behandlungsmaßnahmen können die Patienten dank dieser Kooperation problemlos der Spitzenmedizin des UniversitätsKrebszentrums Göttingen zugeführt werden. (nh)

Quelle: HNA

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