Nasennebenhöhlenentzündung erfolgreich behandeln

Wohl jeder, der schon einige Erkältungen hatte, kennt den drückenden Schmerz im Bereich von Stirn und Wangen. Ursache: Nasennebenhöhlenentzündung. Meist lassen sich die Beschwerden durch einfache Maßnahmen wie Inhalieren, schleimlösende und abschwellende Medikamente  oder Nasenduschen lindern.

„Dennoch sollten Betroffene die Erkrankung nicht unterschätzen. Wer sie nicht vollständig auskuriert, riskiert eine chronische Entzündung“, weiß Dr. Andrea-Mareen Behr, Fachärztin für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde.

Versperrter Abfluss

Zu den Nasennebenhöhlen zählen die sogenannten Stirn-, Kiefer-, Siebbein- und Keilbeinhöhlen. Entzünden sich nun – meist durch einen viralen Infekt – die dort befindlichen Schleimhäute und schwellen an, verengen oder verschließen sie die Öffnungen zwischen Nase und Nebenhöhlen. „Durch die Entzündung vermehrt produzierter Schleim fließt dann nicht mehr richtig ab“, erklärt Dr. Behr. „Im weiteren Verlauf kann es zudem zu einer bakteriellen Besiedelung der betroffenen Region kommen.“ Zunächst äußern sich in der Regel Kopfschmerzen vor der Stirn und in der Kieferhöhlenregion, die sich beim Bücken verstärken.

Bewährte Helfer

Um Nebenhöhlen vom Sekret zu befreien, bieten sich verschiedene Maßnahmen an, die abschwellend wirken und den Schleim lösen. „Dabei dient vor allem das oft verteufelte Nasenspray als hilfreiches Mittel“, betont Dr. Behr. „Anwender sollten aber beachten, es nicht länger als eine Woche zu nehmen. Kindernasenspray mit halber Wirkstoffdosierung reicht bei starken Schwellungen oft nicht aus, Salzspray wirkt lediglich befeuchtend.“ Als bewährtes Hausmittel gilt zudem Inhalieren mit Salzwasser oder ätherischen Ölen wie Kamille oder Myrtol. Auch Nasenduschen spülen die Atemwege frei. „Bestrahlung mit Rotlicht empfinden viele Betroffene als angenehm, jedoch sollte diese erst nach Anwendung von Spray und Inhalation erfolgen, da die Schleimhäute sonst noch stärker anschwellen können als zuvor“, ergänzt die Expertin. Darüber hinaus lindern oft Medikamente mit kombinierten pflanzlichen Wirkstoffen die Beschwerden von innen. Und wie bei allen Erkältungskrankheiten gilt auch hier: ausreichend trinken!

Auf zum Arzt

Tritt nach einer Woche keine Besserung auf, empfiehlt sich ein Arztbesuch. Auch wenn sich eitriges, gelb-grünes Sekret – ein Anzeichen für bakterielle Besiedelung – oder sogar blutige Beimengungen zeigen, gehört die Behandlung unbedingt in ärztliche Hände. Reichen herkömmliche Maßnahmen nicht aus, um die Beschwerden zu lindern, kommen sogenannte hohe Einlagen zum Einsatz. „Hierbei handelt es sich um mit abschwellenden Mitteln getränkte Watte, die wir für etwa zehn Minuten in den mittleren Nasengang einführen“, erläutert Dr. Behr von der Sternklinik in Bremen. Bei bakteriellen Infektionen erhalten Patienten zudem Antibiotika. Im schlimmsten Fall entwickelt sich aus einer unbehandelten Nasennebenhöhlenentzündung eine chronische Erkrankung. In diesen Fällen befreien Mediziner bei Bedarf die Atemwege mithilfe eines operativen Eingriffs. (nh)

www.sternklinik.net

Quelle: HNA

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