Motivation über Genuss: Ernährungsberatung bei Rheuma

Ernährungs- und Diätberaterin in den Balzerborn Kliniken: Tina Hildebrandt Foto:  Alfredo Cillari/ nh

Die Ernährungs- und Diätberaterin der Balzerborn Kliniken, Rehaklinik für Orthopädie und Rheumatologie in Bad Sooden-Allendorf, hält nichts vom erhobenen Zeigefinger, der sagt: Dieses sollen Sie essen und jenes nicht!

„Das funktioniert nicht, denn wir haben alle unsere Vorlieben und Abneigungen. Wenn ein Lebensmittel auf Ablehnung stößt, muss man dem Patienten eine Alternative anbieten“, erklärt sie. Rheuma-Patienten sollten sich gesund und ausgewogen ernähren, dabei entzündungshemmende Lebensmittel verstärkt einsetzen und tierische Produkte, welche die entzündungsfördernde Arachidonsäure enthalten, meiden.

Gemeinsam kochen und genießen

Neben theoretischen Informationen ist es wichtig, Patienten den neuen Speiseplan schmackhaft zu machen. „Es hat sich bewährt, gemeinsam mit den Patienten ein 3-Gänge-Menue zu planen und zu kochen, um es in netter Runde zu genießen. Das macht nicht nur Spaß, sondern bringt für die Betroffenen oft überraschende Erkenntnisse. So können auch Rheuma-Patienten mit gutem Gewissen Kuchen und Süßes essen, wenn sie etwa Haselnüsse durch Walnüsse mit viel Omega-3-Fettsäure austauschen“, sagt Tina Hildebrandt.

Gelenkschonende Küchenhelfer

Dabei sollten die Rezepte alltagstauglich sein, das heißt: einfach und schnell zu kochen. Denn Rheuma-Patienten sind durch ihre Beschwerden schon sehr belastet. Deshalb ist es wichtig, dass ihnen in der Kochgruppe eine Ergotherapeutin auch gelenkschonendes Arbeiten und Küchenhelfer wie beispielsweise spezielle Dosenöffner und Bestecke oder Messer mit Winkelgriffen zeigt, die das Zubereiten der Speisen erleichtern. Auch das motiviert!

Von Dr. Gisela Heimbach

Quelle: HNA

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