Stationäres Angebot steigt

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Das Physiotherapie-Team des Marienkrankenhauses vor dem neuen Therapie- und Trainingsgerät zur 3-dimensionalen Aktivierung der Stütz- und Bewegungs-muskulatur (v.l.n.r.): Katja Berneburg, Ole Kuhurau, Leitung Martina Starke-Schleser, Frank Rossbach. Es fehlt Ruth Ebert.

Nach dem neu eröffneten Neurozentrum und der Inbetriebnahme einer neuen Bettenstation hat nun auch die Physiotherapie den Erweiterungsbau des Marienkrankenhauses in Kassel bezogen.

Zusätzlich zum stationären Angebot im Krankenhaus können Patienten in den neuen Räumen mit ihrem hellen und freundlichen Ambiente und einer hochmodernen Ausstattung künftig auch ambulant behandelt werden. 

„Mit der räumlichen Erweiterung unserer Abteilung für Physiotherapie ist auch eine Ausweitung unseres Leistungsspektrums verbunden und wir freuen uns, dass wir unseren Patienten künftig ein größeres ambulantes physiotherapeutisches Angebot bieten können“, führt die Leiterin der Physiotherapie am Marienkrankenhaus, Martina Starke-Schleser, anlässlich der Eröffnung der neuen Praxis im Neu- und Erweiterungsbaus des Marienkrankenhauses aus.

In fünf neuen Behandlungsräumen können Patienten hier künftig physiotherapeutisch behandelt werden. „Das neue Angebot steht prinzipiell allen Patienten zur Verfügung, die eine ambulante Physiotherapie benötigen und zum Beispiel eine Überweisung vom Hausarzt erhalten haben“, macht Starke-Schleser deutlich.

Neben der ambulanten Praxis verfügt die Physiotherapie auch weiterhin über einen Stützpunkt direkt im Marienkrankenhaus, über den die physiotherapeutische Versorgung der stationären Patienten erfolgt. „Im stationären Bereich geht es vor allem um die Mobilisierung von Patienten nach Operationen, die physiotherapeutische Versorgung von Intensivpatienten oder die Unterstützung von Patienten in unserem Beatmungszentrum“, erläutert Starke-Schleser.

Breites Behandlungsspektrum und moderne Verfahren 

Alle Mitarbeiter verfügen neben der physiotherapeutischen Ausbildung über Zusatzqualifikationen wie Manuelle Therapie, PNF, CMD, Atemtherapie oder Lymphdrainage. „Besonders wichtig ist uns eine patientenorientierte Therapie, die nicht nur die einzelne Diagnose isoliert in den Mittelpunkt stellt, sondern alle Faktoren berücksichtigt, die zu einem Problem des Bewegungsapparates führen“, macht die Leiterin deutlich.

Einen besonderen Schwerpunkt legt die Praxis auf die Versorgung von neurologischen, neurochirurgischen und orthopädischen Patienten. Zum Behandlungsspektrum zählt etwa die Triggerpunkttherapie sowie die Therapie nach Bandscheiben-Vorfällen und -operationen, bei Verengungen des Wirbelkanals, Blockaden des Iliosakralgelenks, bei CMD (Cranio-Mandibuläre Dysfunktion).

Die Therapie dieser Patienten erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem kürzlich eröffneten Neurozentrum, das ebenfalls im Neubau angesiedelt ist. Im neurologischen Bereich zählen Parkinson, Multiple Sklerose oder Behandlung nach einem Schlaganfall zu den Indikationen für eine Physiotherapie. Daneben können auch Patienten mit COPD behandelt werden, bei denen bestimmte Atemtechniken und die Mobilisierung des Brustkorbs im Vordergrund stehen.

Zur Therapie von Schmerzen und Dysfunktionen des Muskel- und Gelenkapparats wurde ein spezielles Therapie- und Trainingsgerät angeschafft mit dem in wenigen Therapieeinheiten die Stütz- und Bewegungsmuskulatur aktiviert wird und lernt, wieder physiologisch zusammen zu arbeiten. „Dieses Verfahren stellt eine der derzeit modernste und effektivste Therapieoption für Patienten mit Dysfunktionen des Bewegungsapparats dar“, so Starke-Schleser, die abschließend ergänzt: „Schließlich arbeiten wir auch mit dem Adipositaszentrum des Marienkrankenhau-ses zusammen und sind für Adipositaspatienten bis 250 Kilogramm Körpergewicht ausgestattet.“ (nh)

Quelle: HNA

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