Leben mit dem neuen Hüftgelenk

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Eine Hüftgelenkarthrose, die zur Immobilität zwingt, kann behoben werden: Durch die Implantation einer Endoprothese wird die schmerzfreie Gelenkfunktion so wiederhergestellt, dass die Voraussetzungen für die gewünschte Freizeit- und Lebensaktivität geschaffen sind. Nach primärer Wundheilung und Mobilisation schließt sich in der Regel eine Rehabilitation an.

Mit einem künstlichem Gelenkersatz der Hüfte ist oft die Sorge verbunden, wie man damit denn im Alltag zurechtkommt. Schließlich möchte man sich wieder selbst versorgen können und beweglich sein, um schnellstmöglich in sein normales Leben zurückzukehren.

Zum Erreichen dieses Zieles trägt eine ambulante Rehabilitation bei. Viele Patienten, die in eine Reha-Einrichtung kommen, sind erst kürzlich aus dem Krankenhaus entlassen worden und dürfen ihre betroffene Seite noch nicht belasten. Sie gehen deshalb an Gehstützen.

„Zu Beginn der Reha stehen Krankengymnastik und Lymphdrainage im Vordergrund, um die Beweglichkeit und Mobilität zu verbessern, die Schmerzen zu lindern und Schwellungszustände abzubauen“, sagt Rainer Junge. Darüber hinaus sollen die Patienten auch den Umgang mit den Gehstützen lernen, etwa, wie sie damit Treppensteigen oder sich im Alltag bewegen können. Auch die Kräftigung der abgeschwächten Muskulatur ist nötig. Deshalb erarbeiten Sporttherapeuten gemeinsam mit den Patienten ein Übungsprogramm, welches je nach Heilungsverlauf und ärztlichen Vorgaben verändert wird. Im Bewegungsbad, in das die Patienten mit einer Hüft-Endoprothese täglich gehen, wird der Auftrieb des Wassers genutzt, sodass die Patienten ohne ihre Stützen ein leichtes Gehtraining absolvieren und kräftigende Übungen ausführen können.

Viele der Patienten sind ängstlich und unsicher, wie sie sich nach dem Gelenkersatz verhalten sollen. Bestandteile der ambulanten Rehabilitation sind deshalb auch Verhaltensschulungen, beispielsweise in sogenannten Gelenkgruppen. (nh)

http://www.rehazentrumjunge.de/

Quelle: HNA

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