Vier gängige Verfahren

Das Thema ist sehr sensibel, aber nicht selten. Etwa bei jedem fünften Paar bleibt die oft sehnlich erhoffte Schwangerschaft aus.

12,8 Millionen Deutsche im Alter von 25 bis 59 Jahren haben einer Allensbach-Studie zufolge ihren Kinderwunsch auf natürlichem Wege nicht erfüllen können. Für Betroffene ist das oftmals mit einem hohen Leidensdruck verbunden.

In solchen Fällen kommt die künstliche Befruchtung ins Gespräch. Ein Weg, der immerhin zwei von drei Paaren den sehnlichen Wunsch nach einem Kind doch noch erfüllt.

Die Medizin hat vier gängige Verfahren der Reproduktionstechnik entwickelt:

  • Die Übertragung des männlichen Samens in den Genitaltrakt der Frau (Insemination)
  • Zusätzlich kann die Insemination durch eine Hormontherapie gefördert werden
  • Bei der In Vitro-Befruchtung werden Ei- und Samenzellen im Reagenzglas zusammengefügt und als befruchtete Eizelle in die Gebärmutter gespült
  • Schließlich gibt es die Intracytoplasmatische Spermieninjektion. Dabei werden Spermien in die Eizelle injiziert und diese nach Einsetzen der Zellteilung in die Gebärmutter eingespült.

Die Knappschaft unterstützt den Kinderwunsch zu 100 Prozent – und bezahlt die künstliche Befruchtung komplett. Der Leistungsrahmen der gesetzlichen Kassen sieht lediglich eine Kostenübernahme von 50 Prozent vor. „Auf diese Weise wollen wir betroffenen Ehepaaren die oftmals hohen finanziellen Belastungen nehmen“, erklärt Geschäftsführerin Bettina am Orde. Denn der Eigenanteil für eine künstliche Befruchtung kann schnell einen fünfstelligen Betrag erreichen und liegt nicht selten bei rund 10 000 Euro.

Voraussetzung für die volle Erstattung des Eigenanteils ist, dass beide Ehepartner bei der Knappschaft versichert sind. Frauen dürfen das 40. Lebensjahr, Männer das 50. nicht vollendet haben. Die Versuche sind beschränkt auf acht Inseminationen – sowie jeweils drei Inseminationszyklen mit Hormongabe, drei In-Vitro-Behandlungen und drei Spermieninjektionen. (nh)

Quelle: HNA

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