Kühlen lindert Schmerzen

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Hilft bei Insektenstichen: Die sechsjährige Sophia (rechts) kühlt ihrer vierjährigen Schwester Sarah die Stelle, an der die Mücke zugestochen hat.

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Doch mit dem Genuss der warmen Sonnenstrahlen auf der Haut und dem langem Aufenthalt im Freien können auch die unangenehmen Begleiterscheinungen des Hochsommers kommen:

Sonnenstich, Mücken- und Insektenstiche, Durchfall sowie Sonnenbrand. Was im Falle eines Falles zu tun ist, erläuterte Dr. Haldun Spreckelsen, Arzt für Allgemeinmedizin, in Vöhl. „Saison- und wetterbedingt haben wir mehr Fälle von infizierten Insektenstichen mit lokalallergischen Reaktionen“, berichtet Dr. Spreckelsen. Patienten mit Sonnenstich seien in seiner Praxis selten und mit sommerlichen Durchfällen kaum vertreten.

Besser geschützt

Auch bei den Sonnenbränden sei ein Rückgang der Patientenzahlen zu verzeichnen. „Die Menschen scheinen sich in diesem Jahr besser vor Sonnenbrand zu schützen und Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor zu verwenden“, sagt der Allgemeinmediziner. Gegen Mücken- und andere Insektenstiche ist Kühlen die erste Maßnahme der Wahl. Gegen die Schwellung und den Juckreiz hilft außerdem eine frei verkäufliche Cortisonsalbe. Allergiker sollten bei anhaltenden Beschwerden einen Arzt aufsuchen, rät der Arzt.

Von Gaby Vich

Sonnenstich

Wichtig ist an Sommertagen eine Kopfbedeckung gegen die Sonnenstrahlen, die neben Hautschäden auch einen Sonnenstich verursachen können. Hierbei komme es zu einer Reizung der Hirnhäute und es treten Symptome wie Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen und Nackenschmerzen auf. Erste Anzeichen von Sonnenstich beim Aufenthalt in der Sonne sind einsetzende Müdigkeit, gefolgt von Kopfschmerzen und Übelkeit. Dr. Spreckelsen rät, sich in diesem Fall umgehend in einem kühlen Raum zurückzuziehen und viel zu trinken. Sollten weitere Bewusstseinsstörungen auftreten, ist der Besuch beim Arzt angesagt. (zgv)

Sonnenbrand

Sonnenbrände lassen sich vermeiden durch kürzere Aufenthalte in der Sonne. Außerdem sind Sonnenschutzcremes mit hohem Lichtschutzfaktor sinnvoll. Kleinkinder sollten darüber hinaus textile Schutzkleidung tragen. „Ein langärmeliges Baumwollshirt ist besser, als die nackte Haut der Sonne auszusetzen, zumal die Haut von Kleinkindern sehr empfindlich ist“, sagt Spreckelsen. Bei starkem Sonnenbrand lindert das kurze Auftragen einer frei verkäuflichen Cortisonmilch erste Beschwerden. Nachbehandelt werden sollte die Haut mit rückfettenden After-Sun-Produkten. Ein weiteres Hausmittel ist kalter schwarzer Tee, der lange gezogen hat und als Umschlag angewendet wird. Diese Umschläge wirken entzündungs- und juckreizhemmend. (zgv)

Durchfall

Bei sommerlichen Durchfallerkrankungen rät Dr. Spreckelsen zu einem alten Hausrezept: Salzstangen und Cola, wahlweise auch mit Zucker gesüßte Tees tun dem Verdauungstrakt gut. Auch geriebene, leicht oxidierte Äpfel sind ein altes Hausmittel gegen Durchfall. „Trockene, salzige Kohlehydrate und viel, in kleinen Schlucken getrunkene Flüssigkeit verschaffen Linderung“, so der Arzt. Fett, Eiweiß, Fleisch und Gemüse sollten währen der Erkrankung ebenso vom Speiseplan gestrichen werden wie Obstsäfte. (zgv)

Quelle: HNA

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