Die Kraft der roten Beere: Cranberrysaft gegen Blasenprobleme

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Ist es draußen kalt, haben Infektionskrankheiten Hochsaison. Gerade bei Frauen ist häufig die Blase betroffen: 83 Prozent der Frauen zwischen 20 und 60 Jahren hatten schon einmal eine Blasenentzündung. Cranberries können dabei helfen, Problemen mit der Blase vorzubeugen.

Die roten Beeren aus Nordamerika enthalten wertvolle Inhaltsstoffe wie Proanthocyanidine (PACs). Studien beweisen: Diese sekundären Pflanzenstoffe verhindern, dass Bakterien an den Harnwegen andocken. Stattdessen werden die Krankheitserreger beim Wasserlassen aus der Blase gespült.

Geheimtipp aus Nordamerika

In Europa gilt die Cranberry bislang als Geheimtipp, in Amerika hingegen ist ihre Wirkkraft seit langem bekannt. Schon vor 400 Jahren nutzten die Indianer die rote Powerbeere als Nahrungsmittel und um Gift aus Pfeilwunden zu ziehen. Das Wissen um ihren hohen Nährwert und ihre gesundheitsfördernden Effekte gaben die Ureinwohner an die englischen Einwanderer weiter.

Aus der amerikanischen Küche sind die Cranberries heute nicht mehr wegzudenken. Sie werden vor allem wegen ihres süßlich-herben Geschmacks geschätzt. Besonders lecker ist die Cranberry als Saft. Die Urologin Dr. Julia Bäumer empfiehlt: „Wer morgens und abends jeweils ein Glas Cranberrysaft mit 25 Prozent Fruchtanteil trinkt, kann auf genussvolle Weise Blasenproblemen vorbeugen.“

Auch bei Kindern kann der Saft der roten Powerbeere eine natürliche Alternative zu einer antibiotischen Behandlung bieten und Blaseninfektionen vorbeugen. Dies belegt eine Studie der A.-Gamelli-Klinik in Rom von 2009.

Schutz vor Karies und Parodontitis

Und das ist noch nicht alles: Regelmäßig konsumiert, kann der Saft auch Zähne vor Karies und Parodontitis schützen, die Verdauung anregen und Cholesterinwerte verbessern. Die amerikanische Forscherin Amy B. Howell vom Marucci Center for Blueberry Cranberry Research in New Jersey nennt einen weiteren Effekt: „Cranberries können freie Radikale reduzieren, die die Hautzellen angreifen und altern lassen.“ (akz)

Quelle: HNA

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