Kompetenzzentrum für Krebserkrankungen zertifiziert

Im Beratungsgespräch: Prof. Dr. Thomas Dimpfl spricht mit einer Patientin. Foto: nh

Die Behandlungsqualität und damit das Behandlungsergebnis für eine Krebspatientin hängt laut zehlreichen Untersuchungen im wesentlichen von zwei Faktoren ab:

„Wichtig ist die gute und moderne apparative Ausstattung mit Ultraschall, CT oder Kernspin, noch bedeutender aber ist die enge Kooperation und regelmäßige Absprache eines eingespielten Spezialistenteams“, sagt Prof. Dr. Thomas Dimpfl, Direktor der Frauenklinik am Klinikum Kassel und Leiter des Brustzentrums (IBZ) und des Gynäkologischen Tumorzentrums (GTZ).

Diese sehr enge, fachübergreifende Zusammenarbeit der verschiedenen Fachärzte ist das tragende Element sowohl des IBZ als auch des GTZ. Eine Folge davon ist, dass für die verschiedenen Teilaspekte einer Erkrankung auf kurzem Weg immer der entsprechende medizinische Experte hinzugezogen werden kann – und dass bereits sowohl bei der Diagnose als auch bei der Festlegung der Behandlung und gegebenenfalls dann bei der Operation.

Von großer Tragweite ist ein weiterer Vorteil der zertifizierten Zentren: „Aufgrund dieser Zertifizierung können wir neue Operationsverfahren anwenden und unsere Patientinnen im Rahmen klinischer Studien auch mit neuen Medikamenten behandeln, die bessere Heilungschancen erwarten lassen“, bestätigt Prof. Dimpfl.

Verträglichere Medikamente

So gibt es derzeit unter anderem eine Studie zu neuen, besser verträglichen Medikamenten bei Eierstockkrebs sowie zu einer relativ neuen, nach den bisherigen Erfahrungen sicheren und schonenden Operationstechnik beim Gebärmutterhalskrebs: die sogenannte totale mesometriale Resektion. „Wir können aufgrund der bisherigen Ergebnisse davon ausgehen, dass den betroffenen Frauen durch diese Technik eine Strahlentherapie erspart bleibt und wir trotzdem Heilungsraten von etwa 95 Prozent erreichen“, erläutert Prof. Dimpfl. (nh)

Quelle: HNA

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