Klinikum Werra Meissner  erneut ausgezeichnet

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Chefarzt der Chirurgie Dr. Frank Wagner vom Klinikum Werra Meissner

Das Klinikum Werra-Meißner hat im dritten Jahr in Folge im Bereich der operativen Eingriffe bei Oberschenkelhalsbruch überdurchschnittlich gut abgeschnitten. Dafür erhielt das Klinikum das Qualitätssiegel der AOK Hessen.

Stefan Fischer, Mitarbeiter der AOK Hessen, überreichte den Chefärzten Dr. Peter Jürgensmeier  und Dr. Frank Wagner  die Auszeichnung mit den „Drei AOKBäumen“. Hessens größte Krankenkasse zeichnet jene Häuser aus, in denen besonders wenige Komplikationen auftreten und die Sterblichkeit gering ist. Das Klinikum Werra-Meißner erhielt die Auszeichnung bereits 2012 und 2013 für sehr gute Ergebnisse bei der operativen Versorgung von Oberschenkelhalsbrüchen. Der Erfolg ist also nachhaltig.

„Wir freuen uns, dass wir auch in diesem Jahr wieder überdurchschnittlich gute Ergebnisse vorweisen können.“, sagt Geschäftsführer Prof. Dr. Ulrich Vetter. „Zu verdanken ist dieses Ergebnis wieder einmal den ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Klinikum Werra-Meißner. Hier wird trotz schwieriger Rahmenbedingung gute Medizin gemacht.“

Die AOK Hessen bietet Krankenhauspatienten seit rund drei Jahren eine bundesweit einzigartige Orientierungshilfe im Internet an. Menschen, die an Oberschenkel, Hüftgelenk, Kniegelenken oder Gallenblase operiert werden müssen, erhalten im AOKKrankenhausnavigator auf Basis der Weißen Liste aussagekräftige Informationen über die Behandlungsergebnisse von Kliniken. Seither können alle Interessierten sich kostenlos darüber informieren, wo Ärzte besonders gute Arbeit leisten.

Die große Bedeutung einer sorgfältigen Auswahl des Krankenhauses unterstreicht Stefan Fischer, Mitarbeiter der AOK Hessen: „Mündige Patienten brauchen für ihre Entscheidung fundierte Informationen. Die liefern wir ihm mit dem Krankenhausnavigator  – schnell, übersichtlich und umfassend. Ich gratuliere den im jüngsten Durchgang ausgezeichneten Klinikum Werra-Meißner ausdrücklich zu diesem Erfolg.“

AOK versichert 40 Prozent aller Patienten

Grundlage des Krankenhausnavigators sind Daten, die nach dem QSR-Verfahren (QSR = Qualitätssicherung der stationären Versorgung mit Routinedaten) ermittelt wurden. Das Besondere an QSR ist die konsequente Berücksichtigung aller Krankenhausbehandlungen eines Patienten bis zu einem Jahr nach dem ersten Eingriff. Zur Berechnung der Qualitätsindikatoren werden Abrechnungs- beziehungsweise Routinedaten verwendet. Solche Routinedaten von Patienten übermitteln Krankenhäuser automatisch an die Krankenkassen, um eine Behandlung in Rechnung zu stellen.

Einen Teil dieser Daten werten Statistiker für bestimmte Krankheitsbilder in anonymisierter Form aus und analysieren Art und Anzahl der aufgetretenen Komplikationen während und nach dem Krankenhausaufenthalt von Patienten. Zudem sorgt ein aufwändiges statistisches Verfahren für einen fairen Krankenhausvergleich. Vorteil: Die Daten sind objektiv und beruhen nicht auf den Qualitätsberichten, die von den einzelnen Häusern selber erstellt werden. 

Langfristige Betrachtung

Ein großes Plus des AOK-Krankenhausnavigators ist dessen Langfristigkeit. „Gängige Qualitätsberichte erfassen nur den Zeitraum des stationären Aufenthalts. Mithilfe der QSR-Daten können wir die Patienten weiter verfolgen, auch lange nach der Entlassung. Wenn also jemand z.B. wegen einer infizierten OP-Narbe in ein anderes Krankenhaus eingewiesen wird, fließt das in den Navigator ein“, sagt Stefan Fischer von der AOK Hessen. Damit hätten die Patienten jetzt ganz neue Möglichkeiten, wenn es um die Beurteilung der Versorgungsqualität geht.

http://weisse-liste.krankenhaus.aok.de (nh)

Quelle: HNA

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