Kieferbewegungen kontrollieren lernen

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Mit Hilfe der sogenannten Biofeedback-Methode könnten Patienten am Bildschirm beobachten, wie stark sie ihre Muskeln beanspruchen, erläutert die Medizinerin Anne Wolowski vom Universitätsklinikum Münster (UKM).

Diese optische Hilfe erleichtert es, eine entspannte Haltung einzuüben und sich das Gefühl zu merken, das dabei entsteht. Zusätzlich könnten physiotherapeutische Übungen angewandt werden. Und eine Zahnschiene hilft, die Zähne zu schützen.

Das Problem ist weit verbreitet: Schätzungen zufolge haben bis zu 80 Prozent der Deutschen – meist unwissentlich – schon mal mit den Zähnen geknirscht. „Patienten beklagen sich zunächst morgens über Muskelkater oder bemerken, dass ihr Mund weniger beweglich ist als sonst. Das ist wie nach einem Marathonlauf“, erklärt Anne Wolowski. Zähneknirschen, im Fachjargon Bruxismus genannt, erkenne man aber auch an Verschleißerscheinungen an den Zähnen. „Man geht davon aus, dass bei exzessivem Bruxismus die acht- bis zehnfache Kraft ausgeübt wird, die normalerweise erforderlich ist, um Nahrung zu zerkleinern.“ (tmn)

Quelle: HNA

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