Kampf gegen die Pilze

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Unbeschwerter Genuss: Wer ein paar einfache Regeln einhält und seine Füße ausreichend pflegt, muss auch weiterhin keine Angst vor dem Plantschen im Freibad haben.

Was kann es während des Sommers Schöneres geben als eine spritzige Erfrischung im Freibad. Wer in Waldeck-Frankenberg nicht in einen der beliebten Badeseen abtaucht, den zieht es bei den warmen Temperaturen ins nächste Schwimmbad.

Doch dort lauert eine unsichtbare Gefahr, die weltweit auf dem Vormarsch ist: Der Fußpilz.

Schätzungsweise jeder vierte Erwachsene in Deutschland leidet an der Volkskrankheit, obwohl eine Ansteckung durch das Einhalten einiger weniger Regeln oft vermieden werden könnte. In 80 bis 85 Prozent der Fälle ist der Fadenpilz Trichophytum der Erreger von Fußpilz. Hat man sich ihn einmal eingefangen, wächst er in die Hornschicht vor und verursacht von Entzündungen, Juckreiz, Einrissen oder Abschuppungen die unterschiedlichsten Symptome.

Barriere gegen Pilze

Die Podologin (Fachfrau für Füße) und Heilpraktikerin Hildegard Balk aus Mühlhausen weist darauf hin, dass eine gesunde Fußhaut eine ausreichende Barriere gegen Pilze aufgebaut hat. Verletzungen, aber auch Medikamente, Diabetes und ein geschwächtes Immunsystem können diese Barriere allerdings durchbrechen und dem Fußpilz den Weg bereiten.

Der Fußpilz wächst und gedeiht in einer feucht-warmen Umgebung. Daher sollte man seine Füße immer gut abtrocknen, besonders zwischen den Zehen. Auf Nummer sicher gehen hierbei die so genannten „Fußföhner“, die mit nicht zu heißer Luft ihre Zehenzwischenräume trocken pusten und dem Pilz so keine Chance zum Wachsen geben.

Vorsicht ist ebenfalls bei Schweißfüßen geboten, außerdem rät die Expertin, keine Socken über feuchte Füße zu ziehen. Nicht immer kann man die Infektionsquellen wie Schwimmbäder, Saunen, Solarien oder den Teppichboden im Hotel vermeiden. Aber mit Badelatschen und dem eigenen Handtuch schlägt man so mancher Pilzerkrankung ein Schnippchen. Socken sollten vorzugsweise aus Naturmaterialien sein und bei 60 Grad gewaschen werden. Die Schuhe sollten nicht zu eng und ebenfalls atmungsaktiv sein.

Reiht man sich trotz aller vorbeugender Maßnahmen und einer regelmäßigen Fußpflege doch in die lange Liste der Fußpilzerkrankte ein, muss man meist nicht sofort zum Arzt. Im Anfangsstadium, das sich mit Jucken und kleinen Hauteinrissen zeigt, kann man den Fußfeind gut selbst mit Salben aus der Apotheke behandeln. Dort warten die verschiedensten Präparate, die man nur einmal auftragen muss, um laut Hersteller für drei Monate geschützt zu sein oder auch zwei Mal pro Tag aufragen muss um den lästigen Pilz wieder loszuwerden. Zusätzlich gibt es spezielle Anitpilzpuder, mit denen man den Pilzsporen auf Socken und in Schuhen zu Leibe rückt.

Dämmt diese Therapie den Pilz allerdings nicht ein und breitet er sich sogar noch aus, sollte man doch den Gang zum Hautarzt wählen. Nach einer mikroskopischen Untersuchung der Pilzkultur kann dort eine speziell auf diesen Pilz zugeschnittene Therapie oft mehr Erfolg bringen.

Tipps gegen Fußpilz

Füße regelmäßig reinigen, am besten mit einem Waschsyndet, das den pH-Wert 5,5 aufweist.

Stets die Füße gut trockenen, vor allem zwischen den Zehen, eventuell mit einem Fön.

Nach dem Trocknen die Füße gut pflegen - mit Pflegemittel mit einem hohen Gehalt an Harnstoff.

Ausschließlich Schuhe und Strümpfe aus atmungsaktivem Material tragen. Benutzen Sie zu Hause am besten offene Schuhe.

In Saunen, Schwimmbädern und Gemeinschaftsduschen grundsätzlich Badesandalen tragen.

Diabetiker achten darauf, dass ihre Blutzuckerwerte möglichst optimal sind und betreiben penible Fußhygiene.

Quelle: HNA

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