Informationsveranstaltung am RKH, am Dienstag, 22. Januar: Leistenschmerzen – Leistenbruch – Was tun?

Allein in Nordhessen erkranken jährlich fast 1000 Menschen an einem Leistenbruch. Ein Leistenbruch, auch Leistenhernie genannt, ist ein Eingeweidebruch im Bereich des Leistenkanales, der durch den Durchtritt des Samenstranges bzw. des Mutterbandes eine Schwachstelle in der Bauchwand darstellt.

Der Leistenbruch ist der häufigste Bauchwandbruch und tritt bei Männern und Frauen aller Altersgruppen auf, Männer sind jedoch fast zehn Mal so häufig betroffen wie Frauen. Um über die diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen zu informieren, lädt das Rote Kreuz Krankenhaus am 22. Januar um 17 Uhr zur Patienten-Akademie „Leistenschmerzen – Leistenbruch – Was tun?“ ein.

„Unbehandelt kann ein Leistenbruch zum Teil sehr groß werden und erhebliche Beschwerden verursachen. Es besteht auch unabhängig von der Größe die Gefahr einer lebensgefährlichen Einklemmung von Darmteilen“, so Dr. med. Michael Braun, Leitender Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Roten Kreuz Krankenhauses Kassel. „Oft beklagen Patienten Leistenschmerzen, ohne dass ein Bruch nachweisbar ist. Diese stellen für sie eine erhebliche Belastung bis hin zur körperlichen Einschränkung dar“, so der Experte weiter. Verantwortlich dafür können neben einem beginnenden Leistenbruch auch Nieren- und Harnleitersteine, Lymphknotenerkrankungen oder eine Hüftproblematik sein. Außerdem kommen Schmerzen an Muskeln und Bändern der Beckenregion als Folge von Sportverletzungen oder sportlicher Belastung in Frage. Weitere mögliche Ursachen sind gereizte Nervenwurzeln der Wirbelsäule sowie eingeengte Nerven der Bauchwand in der Leistenregion. „Die Abklärung chronischer Leistenschmerzen stellt eine diagnostische Herausforderung dar. Sie erfordert neben einer ausführlichen Erhebung der Krankheitsvorgeschichte eine sorgfältige körperliche Untersuchung. Apparative Untersuchungen wie Ultraschall, CT oder auch Kernspintomographie können die klinische Untersuchung im Einzelfall ergänzen“, erklärt Dr. Braun.

Die erfahrenen Viszeralchirurgen Dr. med. Michael Braun und Dr. med. Eduardo Lauinger werden die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten bei Leistenschmerzen und die modernsten Therapiekonzepte in der Behandlung eines Leistenbruches darstellen.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, 22. Januar, von 17 bis 19 Uhr im Roten Kreuz Krankenhaus, Hansteinstraße 29 in Kassel im Konferenzraum statt.

Betroffene und Interessierte sind herzlich dazu eingeladen.

Der Eintritt ist frei.

Quelle: HNA

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